Der Maibaum wird „beschnitten“
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Jetzt kommt die Säge: Baum-Profi Luis Lenz bei der Arbeit.

Burschen legen Maibaum um

Erst versteigert, dann zerlegt: Spenglermeister sichert sich Goldacher Prachtstangerl

Stolze 32 Meter war er lang und ein echtes Prachtstück in Weiß-Blau: der Goldacher Maibaum vorm Alten Wirt. Jetzt wechselte er seinen Besitzer.

Goldach - Von außen betrachtet war er noch gut in Form, doch aus Sicherheitsgründen müssen auch die prächtigsten Maibäume alle paar Jahre umgelegt werden. Der Burschenverein Goldach verband diese Notwendigkeit nun mit einem kleinen „Event“: Der Maibaum – oder besser gesagt: seine Einzelteile – wurde versteigert. Wolfgang Pescolderung war der Höchstbietende, wie Burschensprecher Niklas Weltmaier bekanntgab.

Profis unterstützten die Goldacher Burschen

Also machten sich er und seine Kameraden ans Werk, den tonnenschweren Koloss von seinem Stammplatz zu entfernen. An ihrer Seite Profis, die kostenlos halfen: Bauunternehmer Hermann Hartshauser stellte den Kran, Baumprofi Luis Lenz schraubte sich mit Hebebühne und Motorsäge in die Luft, um das Prachtstück abzusäbeln. Dann wurde der mächtige Stamm auf der Hauptstraße gehievt und abgelegt.

„Zehn Minuten und alle Taferl sind ab“, zollte Weltmaier den Burschen nach einem Blick auf die Uhr Respekt. Sie hatten in Windeseile Hahn und Zunftzeichen abmontiert, weil man die von der Goldacher Wehr gesperrte Straße so schnell wie möglich wieder freigeben wollte – vor allem, um dem Bus nach Erding keine Verspätung zu bescheren. Die Holzspäne flogen nur so durch die Luft als Lenz den Baum in transportfähige, acht Teile zerlegte.

Zukunft der Maibaum-Reste noch ungeklärt

Der Höchstbietende bekommt sie nun frei Haus geliefert. Was Spenglermeister Pescolderung damit macht – ob Brennholz oder Deko – ist noch nicht bekannt.

ev

In Windeseile waren Hahn und Zunftzeichen abmontiert. Schließlich wollten die Burschen die gesperrte Straße so schnell wie möglich wieder befahrbar machen.

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