Ramadama: (v. l.) Tanja Knieler (Umweltreferentin der Gemeinde) mit Sohn Quirin, Iris Besemer, Initiator Georg Förg und Gemeinderätin Andrea Holzmann mit Sohn Leo.
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Ramadama: (v. l.) Tanja Knieler (Umweltreferentin der Gemeinde) mit Sohn Quirin, Iris Besemer, Initiator Georg Förg und Gemeinderätin Andrea Holzmann mit Sohn Leo.

Ramadama

Spaziergänge mit virtuellem Staubsauger: Georg Förg und Co. ersetzen in Hallbergmoos Aktion Saubere Landschaft

Wegen Corona fiel die Hallbergmooser Aktion „Saubere Landschaft“ ins Wasser. Doch die Gemeinde wurde dennoch vom Unrat befreit - auf andere Initiative.

Hallbergmoos – Der Aktionstag „Saubere Landschaft“ ist zwar heuer ausgefallen. Aber man kann ja auch ohne ein organisiertes „Ramadama“ die Umwelt vom Müll befreien. Mit diesem Vorsatz sind nun Georg Förg und sein Neffe Wolfgang Hippele losgezogen. Sie haben schnell Nachahmer gefunden.

Förg unternimmt oft lange Spaziergänge rund um Hallbergmoos. Dabei fiel im auf, wie viel Müll in der Umwelt achtlos hingeworfen wird. Also packten sich die beiden einen Schubkarren und sammelten im Birkenecker Wald, am Süßbach und in der Siegfriedstraße ein, was dort nicht hingehört. Nach drei Stunden und acht Kilometern Fußmarsch war die Ausbeute beträchtlich: „Man kann sich nicht vorstellen, was die Leute alles wegwerfen. Etwa 80 Prozent waren Plastik- und Verpackungsmüll, Schnaps- und Getränkeflaschen und Dosen. Auch zwei Fahrradfelgen haben wir eingesammelt“, berichtet Förg. Was das Duo besonders entsetzt: die Berge von Zigarettenkippen. „Wenn man bedenkt, dass eine Zigarettenkippe mindestens 40 Liter unseres kostbaren Grundwassers verseucht, einfach unbegreiflich“, so Förg.

Aufgeräumt: Georg Förg (l.) und Wolfgang Hippele.

Kopfschütteln auch über die befüllten „Hundetüten“ im Wald und an den Straßenrändern. Was Georg Förg allerdings gefreut hat: Passanten haben sich für diese Initiative bei den Männern bedankt. „Wir möchten die Bevölkerung nun animieren, selbst Hand anzulegen. Denn gerade in den Osterferien könnte man das mit einem Spaziergang verbinden. Es gäbe viel zu tun!“

Gesagt, getan. Genau eine Woche später haben sich spontan drei coronakonforme CSU-Teams gebildet, die an der Isar und von dort aus Richtung S-Bahnhof Unrat aufsammelten: Andrea Holzmann mit Sohn Leo, Tanja Knieler mit Sohn Quirin sowie Georg Förg und Iris Besemer. Das Ergebnis der zweiten Ramadama-Aktion auf der gut 800 Meter langen Strecke von der Isar sowie dies- und jenseits der Staatsstraße St 2053: zwei Auto- und drei Fahrradreifen, Flaschen, Kleidungsstücke, Dosen, Plastikverpackungen und jede Menge anderer Unrat. Von den vielen Zigarettenstummeln ganz zu schweigen.

Zusammengekommen sind elf Säcke Müll in knapp drei Stunden. Fazit der Gruppe: „Nicht nur reden, sondern selbst mit anpacken! Die Kinder wollten gleich am nächsten Tag wieder los, um draußen aufzuräumen“, erzählt Knieler.
Eva Oestereich

Die Einsatzkräfte fanden reichlich Arbeit vor, als sie an der Unglücksstelle eintrafen: Am Donnerstagmorgen hat sich laut Polizei in einer Kurve der B13 eine ganze Reihe von Verkehrsunfällen ereignet. Bei der Ursache haben die Beamten eine eindeutige Vermutung.

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