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Die 18. Tafel: Diese platzierten Karl-Heinz Zenker und Ludwig Enghofer (r.) an der Ludwigsstraße.

Vorgestellt: der Hallbergmooser „Geschichtsweg“

Eine Radltour mit 18 Stopps, die sich lohnen

Wer in den Sommerferien eine Radltour plant, für den gibt es eine lohnende Route entlang des Hallbergmooser „Geschichtswegs“: An 18 Stationen kann man Halt machen und viel über Orte und Gebäude erfahren.

Hallbergmoos – Der Heimat- und Traditionsverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Ortsgeschichte nachzuzeichnen und die „Spuren der Vergangenheit“ sichtbar zu machen. Gerade haben Ludwig Enghofer und Karl-Heinz Zenker die letzte der 18 bebilderten und mit Informationen gespickten Tafeln aufgestellt. Bei schweißtreibenden Temperaturen hoben sie auf einer Wiese an der Ludwigsstraße ein Loch aus und zementierten das Fundament für die letzte Säule des Geschichtswegs. Sie ist der einstigen Mühle am Ludwigskanal gewidmet.

Heute passieren Menschen die Stelle vornehmlich, wenn sie Abfälle zum Wertstoffhof fahren. Bei der Dorfgründung stand dort eine Mühle, die einst Peter Meindl betrieb. Die erste Erwähnung, so hat es Zenker im Staatsarchiv recherchiert, fand ein „Mühler“ am 19. Mai 1830. Die Mühle trug die Hausnummer 10 in der gerade erst entstandenen Gemeinde. Zu ihr gehörten zehn Tagwerk Grund. Auf einem Plan von 1870 ist die Mühle erneut ausgewiesen. Wann an dieser Stelle das Breitenacher-Anwesen entstand, ist nicht festzustellen.

Ein weiteres Bilddokument stammt aus dem Jahre 1960, wo der aufgestaute Mühlbach mit dem Wehr zu erkennen ist. Mit dessen Wasserkraft wurden für das Häuschen neben dem Bach Strom erzeugt und die Melkmaschine betrieben. Ludwig Enghofer erinnert sich, dass das Wasser immer nachmittags aufgestaut wurde, um dann abends mit dem erzeugten Strom die Melkmaschine betreiben zu können. Kinder, berichtet er, ließen sich früher an heißen Sommertagen auf dem Gewässer treiben. Die „Bootstour“ endete freilich ein Stück weit vor dem Wehr.

Das Breitenacher-Anwesen wurde 1976 im Zuge des Flughafenbaus an den Airport-Betreiber verkauft, Mitte der 80er Jahre abgerissen und an dieser Stelle Wohnungen für die FMG-Mitarbeiter gebaut.

Das sind die 18 Stationen:

Kriegerdenkmal (Theresienstr. 7),Singeranwesen (Ludwigstraße beim Mövenpickhotel), Vom Eisweiher zum Biergarten(Theresienstraße 72), Absturz eines Me 110 Nachtjägers (Am Bach, 100 Meter nach Ortsende), Das Funkanwesen(Rathausplatz 1), Birkeneck, die Wiege von Hallbergmoos (Birkeneckerstraße 2), Die Theresienstraße mit der alten Schule (Theresienstraße 6), Erching – älteste Ansiedlung von Hallbergmoos(vor Schloss), Das Raiffeisenlagerhaus (Theresienstraße 40), Die Wiege von Goldach (Hauptstraße 33), Herz-Jesu-Kirche Goldach(Hauptstraße 58),Alte Schule Goldach (Hauptstraße 56),Fritzhof (Mathildenstraße 20a), Der Alte Wirt (Ludwigstraße 2), Die Mühle in der Ludwigstraße (Ludwigstraße 30),Kirche St. Theresia(Thersienstraße 8), Gedenktafel Pfarrer Pflüger(Herz-Jesu-Kirche Goldach vor Taufkapelle) sowie Gedenkstein Häftlingsmärsche (100 Meter nach Grüneckerstraße 24). Eva Oestereich

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