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Herzlich empfangen wurde Steffen Schubert auch von Pfarramtsleiterin Karin Jordak.

Evangelische Pfarrei freut sich über neuen Pfarrer

Hallbergmoos begrüßt Musikpfarrer Steffen Schubert: „Mehr Anfang war selten“

Ein halbes Jahr war die Stelle vakant, nun hat die evangelische Kirchengemeinde wieder einen Pfarrer: Steffen Schubert heißt er, kommt aus der Emmauskirche in Kissing (bei Augsburg) und ist „Musikpfarrer“.

Begrüßungsgottesdienst unter freiem Himmel und unter Berücksichtigung aller Sicherheitsvorkehrungen. 

Hallbergmoos Die Gemeinde empfing ihn nun bei einem Gottesdienst unter freiem Himmel mit offenen Armen. „Was für eine Freude, was für ein wunderbares Bild: So viele sind gekommen, wollen dich erleben und willkommen heißen“, freute sich Pfarramtsleiterin Karin Jordak über den neuen Kollegen. Über hundert Menschen waren zu Schuberts Eröffnungsgottesdienst gekommen, um ihren neuen Seelsorger zu empfangen - und kennenzulernen. Wegen der Corona-Beschränkungen wird die offizielle Installation erst am 11. Oktober stattfinden. „Mehr Anfang war selten“, unter diese Devise hatte Schubert seine Premiere gestellt. Ein Anfang, so sagte er, sei Herausforderung und Möglichkeit zugleich, Neues zu entwickeln. „Das ist es, was eine Kirchengemeinde lebendig hält.“

In der Emmauskirche ist das jeher Programm, die Entwicklung dynamisch, das Konzept progressiv. Es gibt viele engagierte Gruppen, Kreise, Chor, Band und modernen Gottesdienstformen. Könnte also passen.

„Gott ist im Grunde ganz cool“

Und: Schubert ist ein „Musikpfarrer“ wie einst Thomas Bachmann, der jetzt in Augsburg tätig ist – und Schubert auf die Stellenausschreibung aufmerksam gemacht hatte. Und, dies wurde bei seiner Premiere deutlich: Er ist ein Geistlicher, der die Sprache der Menschen spricht.

„Die Bibel hält eine Menge Tipps und Tricks bereit.“ Und: „Gott ist im Grunde ganz cool.“ Das waren Sätze, die er in seiner Predigt gebrauchte. Und er ist vorwärtsgewandter Pfarrer, der sagt: „Wir führen weiter, was Gott vorbereitet hat.“ Lamentieren über das Vergangene: Eher nicht seine Sache. An Schuberts Worte knüpfte Nadja Thiel (Kirchenvorstand) nahtlos an: „Wir sind hier, weil’s so sein soll. Es ist ein genialer Neuanfang, an einem sonnigen Tag und mit zwei Vollpfarrern.“

Was bei den Anwesenden für Erheiterung sorgte, war natürlich ernst gemeint: Denn seit 1. Juli hat Hallbergmoos nun eine „richtige“, unbefristete von der Landeskirche finanzierte Pfarrstelle. Zuvor war es „nur“ eine Projektstelle, die teilweise durch Spenden finanziert worden war.

Finanzierung war ein gutes Stichwort für Uwe Rüddenklau vom Förderverein „Freunde der Emmauskirche“: Die beiden neuen Glocken sind bereits in der Kirche „eingebracht“, aber noch nicht ganz abbezahlt. „Es fehlen noch ein paar tausend Euro“, bat er in einem „Werbeblock“ um weitere Spenden.

Steffen Schuberts bisheriger Weg

Von der Emmauskirche zur Emmauskirche: Steffen Schubert ist in Garmisch-Partenkirchen aufgewachsen. Er studierte in Neudettelsau, Heidelberg und München Theologie. Sein Vikariat absolvierte der heute 55-Jährige in Buchloe ehe er sechs Jahr in München-Freimann wirkte. In den vergangenen 20 Jahren war Steffen Schubert in der Emmauskirche in Kissing (bei Augsburg) Pfarrer.

Schuberts Vorgängerin Juliane Fischer wechselte zu Jahresbeginn zur Landeskirche. Schubert ist selbst Gitarrist in drei Bands, unter anderem der nicht-kirchlichen „Three Chords & the Truth“. Es war Zeit für einen Wechsel, so sagt er. Deshalb habe er sich für die Stelle in Hallbergmoos beworben – weil das besondere Profil der Emmaus-Kirche hier so gut in seinen lebendigen Traum von einer zeitgemäßen, modernen und lebensrelevanten Kirche des 21. Jahrhunderts passt.

Seit 1. Juli lebt er in Hallbergmoos – und wird nun die quirlige Kirchengemeinde in all ihren Facetten kennenlernen.

Eva Oestereich

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