Zahlreiche Verletzte bei Unruhen am Tempelberg

Zahlreiche Verletzte bei Unruhen am Tempelberg

55-Jähriger mit 2,5 Promille tickt völlig aus

Junger Frau brutal ins Gesicht geschlagen

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Hallbergmoos – Was Alkohol aus einem Menschen machen kann: Ein 55-jähriger Betrunkener hat am Dienstagabend in Hallbergmoos eine Frau angegriffen, ihr mit der Faust ins Gesicht geschlagen und später auch noch einen Polizeibeamten verletzt. Das Tatmotiv ist noch vollkommen unklar.

Aber der Reihe nach: Wie die Polizei Neufahrn mitteilt, wollte eine 23-jährige Anwohnerin der Luitpoldstraße gegen 20.10 Uhr ihre Haustür öffnen, als plötzlich ein Mann neben ihr stand. Der Unbekannte drückte sie zur Seite, wollte ihren Schlüsselbund aus dem Türschloss herausziehen. Die Frau rief um Hilfe und konnte so mehrere Hausbewohner auf sich aufmerksam machen, die sofort herbeieilten. Daraufhin kam es zu einem Handgemenge, in dessen Verlauf der Betrunkene der Frau unvermittelt mit der Faust ins Gesicht schlug. Mit Unterstützung eines weiteren Nachbarn konnte der Mann schließlich überwältigt und die Polizei verständigt werden. 

Da die Beamten der zuständigen PI Neufahrn gerade anderweitig gebunden waren, rückten zwei Streifenbesatzungen der Flughafenpolizei aus – und auch die hatten mit dem Schläger ihre liebe Mühe: Der Mann ging sofort auf die Beamten los und versuchte, sie mit seinen Fäusten zu traktieren. Der 55-Jährige musste gefesselt werden – auch dabei leistete er erheblichen Widerstand. Da der Aggressor dabei selbst leicht verletzt wurde, brachte ihn der Rettungsdienst ins Krankenhaus, wo er sich auch noch gegen die Blutentnahme wehrte.

Bei dem Täter handelt es sich laut PI Neufahrn um einen 55-Jährigen aus dem Raum Frankfurt, der in einem Hallbergmooser Hotel abgestiegen ist. Warum er derart austickte, blieb zunächst im Dunkeln. Jedenfalls hatte er 2,5 Promille intus. 

Die Bilanz: Die Frau erlitt durch den Faustschlag vermutlich einen Nasenbeinbruch, ein Beamter wurde an der Hand verletzt. Den Mann erwarten damit nun mehrere Strafverfahren wegen Körperverletzung und Widerstands gegen Polizeibeamte.

Rubriklistenbild: © dpa

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