1. Startseite
  2. Lokales
  3. Freising
  4. Hallbergmoos

Mit S-Bahn kollidiert: Polizei rettet verletzten Biber aus misslicher Lage

Erstellt:

Von: Magdalena Höcherl

Kommentare

Ein Biber mit Verletzungen im Gesicht liegt zwischen den Bahngleisen.
Biber in Nöten: Dieses verletzte Tier rettet die Polizei von den Bahngleisen bei Hallbergmoos. © Polizei

Einen solchen Einsatz hat die Polizei nicht alle Tage: Bei Hallbergmoos musste sie einen verletzten Biber von den Bahngleisen retten.

Hallbergmoos - Ein Herz für Biber hatte am Montagmittag der Lokführer einer S-Bahn, die von Hallbergmoos Richtung Flughafen unterwegs war. Auf der Strecke entdeckte der Mann einen Biber, der augenscheinlich verletzt war. Er informierte die Bundespolizei, die wiederum die Polizei Neufahrn verständigte.

Biber auf Bahngleisen - Strecke für zehn Minuten gesperrt

„Eine Streife rückte aus und konnte den Biber vor Ort schnell ausfindig machen“, berichtet Polizeihauptmeister Robert Tendler auf FT-Nachfrage. „Das Tier lag direkt zwischen den Gleisen.“ Um den Biber aus seiner misslichen Lage zu befreien, veranlassten die Polizeibeamten die kurzzeitige Sperrung der Streckenabschnitts.

Dann konnten die beiden Streifenpolizisten den Biber retten. „Er war zuvor augenscheinlich mit dem Unterboden einer fahrenden S-Bahn kollidiert und dadurch im Gesicht verletzt worden“, so Tendler weiter. Nach zehn Minuten konnte der Streckenabschnitt wieder für den Bahnverkehr freigegeben werden.

Polizei rettet verletzten Biber - Beim Tierschutzverein traf er einen Artgenossen

Um die Verletzungen des Bibers medizinisch zu behandeln, übergab ihn die Polizei dem Tierschutzverein München. Nach der Versorgung wurde er beim Tierschutzverein untergebracht. Dort traf er sogar auf einen Artgenossen, der offenbar von einem anderen Tier verletzt worden war. Die beiden Tiere werden nun so lange vom Tierschutzverein versorgt, bis sie wieder ausgewildert werden können.

Noch mehr aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis Freising finden Sie auf Merkur.de/Freising. Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Freising-Newsletter.

Auch interessant

Kommentare