Das Hallbergmooser Rathaus in der staaden Zeit
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Ausnahmezustand im Hallbergmooser Rathaus: Nach dem Tod von Bürgermeister Harald Reents kommt erst langsam wieder der Alltag zurück. Am Dienstag trifft sich der Gemeinderat zur ersten Sitzung des neuen Jahres.

Derzeit übernehmen beide Stellvertreter den Job

Nach dem Tod von Harald Reents: Wer wird neuer Hallbergmooser Bürgermeister? Im April soll gewählt werden

Vor einem Monat hat der plötzliche Tod des Bürgermeisters Harald Reents Hallbergmoos erschüttert. Voraussichtlich im April soll ein neuer Rathauschef gewählt werden.

Hallbergmoos – Einen Monat ist es her, dass der plötzliche Tod des Hallbergmooser Bürgermeisters Harald Reents die Gemeinde erschüttert hat. Aktuell führen die stellvertretenden Rathauschefs Helmut Ecker und Josef Fischer die Amtsgeschäfte – bis voraussichtlich im April ein neuer Erster Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin gewählt und, so der zeitliche Plan, im Mai vereidigt wird.

Helmut Ecker ist derjenige, der aktuell das Tagesgeschäft im Rathaus federführend leitet. Der 68-Jährige ist ein erfahrener Kommunalpolitiker: Seit 25 Jahren sitzt der pensionierte Berufsfeuerwehrmann für die Einigkeit im Gremium. Zweiter Bürgermeister ist er seit Mai 2020 und steht nun angesichts der besonderen Umstände sicherlich vor einer herausfordernden Aufgabe.

Große Unterstützung von der Verwaltung

„Ich habe mich in den zurückliegenden Monaten schon ganz gut einarbeiten können. Daher sind viele Dinge nicht neu für mich“, berichtete Helmut Ecker von seiner täglichen Arbeit im Rathaus. „Geschäftsleiterin Julia Hollmer, ihre Kollegin Kristina Grünwald, die Sachgebietsleiter und das Vorzimmer unterstützen mich fachlich in allen Belangen sehr gut“, betont er. „Es ist wichtig, dass die laufenden Projekte weitergeführt werden. Es wird keinen Stillstand geben und nichts hinten runterfallen“, unterstreicht Ecker.

Es gibt einiges aufzuarbeiten: Die Dezember-Sitzung wurde wegen des tragischen Ereignisses abgesagt. Nun ist man gerade dabei, die erste Ratssitzung des Jahres vorzubereiten – mit 14 öffentlichen und zwölf nicht-öffentlichen Tagesordnungspunkten. Generell, so Ecker, geht es darum, die laufenden Projekte fortzusetzen. Wichtige Themen sind und bleiben der Schulbau, die Planungen für die neuen Feuerwehrhäuser und gewerbliche Neuansiedlungen im Munich Airport Business Park.

Überwiegend um wirtschaftliche Belange kümmert sich Josef Fischer. Der dritte Bürgermeister pflegt die Kontakte zu Unternehmen, nimmt anstehende externe Termine wahr. „Es funktioniert gut und vertrauensvoll“, betont auch Fischer. „Wir arbeiten peu a peu die Dinge ab und haben uns die Arbeit gut aufgeteilt.“ Und schließlich muss auch noch ein neuer Bürgermeister gewählt werden: Der Termin für die Wahl, so viel konnte Ecker schon ankündigen, wird im April sein.

Parteien sollen sich jetzt Gedanken machen

„Wir haben die politischen Gruppierungen nun aufgefordert, sich Gedanken zu machen. Wir rechnen in den nächsten zwei bis drei Wochen mit Rückmeldungen“, so Ecker. Im Mai sollte dann ein neues Gemeindeoberhaupt die Amtsgeschäfte übernehmen können.

Eva Oestereich

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