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„Pack mas gemeinsam an“: Harald Reents (r.) wurde von der CSU einstimmig nominiert.

Hallbergmooser CSU nominiert Harald Reents

„Feuerlöscher“ mit Ausdauer: Rathauschef Reents will verlängern

Er hatte es im Februar 2019 bereits angekündigt, nun ist es offiziell: Einstimmig nominierten 45 Mitglieder des CSU-Ortsverbandes am Donnerstag Harald Reents zu ihrem Bürgermeister-Kandidaten.

Hallbergmoos – „Ich bin heute hier, um ein Versprechen einzulösen: 2014 habe ich angekündigt, für mehr als sechs Jahre zur Verfügung zu stehen. Denn in einer zukunftsgewandten Gemeinde wie Hallbergmoos braucht es Ausdauer und Konstanz“, unterstrich Reents bei der Nominierungsversammlung am Donnerstag im Alten Wirt.

Eine ganze Weile lang hatte es so ausgesehen, als würde Reents als einziger Bürgermeister-Kandidat einen entspannten Wahlkampf führen können. Im Hintergrund war versucht worden, ein Gentlemen’s Agreement einzufädeln: Reents, so die Idee, sollte als einziger Bürgermeister-Kandidat antreten, verzichtet dafür auf einen Listenplatz, der für gewöhnlich viele Stimmen für die Partei bindet. Das Kalkül ging nicht auf: Der FW-Ortsvorsitzende Thomas Henning (Freie Wähler, 53), ein guter Freund des Amtsinhabers, und Gemeinderätin Sabina Brosch (Grüne, 53) treten nun als Herausforderer an, weil der Wähler – so deren übereinstimmendes Bekunden – dann doch eine Wahl haben sollte.

Reents ist bei der FFW Hallbergmoos Zugführer, Herausforderer Henning ist Chef des Feuerwehrvereins. Ein gewichtiges Wählerpotential offenbar. Jedenfalls bemühte CSU-Ortschefin Tanja Knieler in ihrer Empfehlungsrede etliche Vergleiche zu den Floriansjüngern: Reents sei in den vergangenen Jahren „Feuerlöscher“ gewesen, habe Sachlichkeit im Gemeinderat einziehen lassen. Josef Niedermair, seit 28 Jahren im Gremium, sprach von den zurückliegenden sechs Jahren als „die angenehmsten, die ich je erlebt habe“.

Mit der Gründlichkeit eines bayerischen Beamten

Auch Florian Herrmann, Kreischef und Staatsminister, war zur Unterstützung angereist: „Mir war es wirklich wichtig, einen der bestorganisierten Ortsverbände und einen unserer besten Bürgermeister auf seinem Weg zu begleiten“, betonte er. Mit Blick auf Reents berufliche Laufbahn, er war bis 2014 Regierungsamtsrat im Sozialministerium, hob Herrmann Eigenschaften hervor, die Reents in seinen Augen besonders auszeichnen: die Gründlichkeit eines bayerischen Beamten, Innovationsfähigkeit, Leidenschaft, Kompetenz und Augenmaß.

Harald Reents verwies auf Projekte, die unter seiner Regie umgesetzt wurden: das Einheimischen-/Wohnbauprojekt im Jägerfeld-West, Nordumfahrung, der Bau des dritten Horts „in Rekordzeit“, der Grunderwerb für die Predazzoallee, die Stärkung des ÖPNV über die Buslinien nach Erding und Neufahrn (515, 692), die An- und Umsiedlung von Drogerie- und Supermarkt, die Ausweisung eines Ortsansässigen-Gewerbegebiets und E-Tankstellen. Ein städtisches Leitbild habe man entwickelt, Breitbandausbau und Wirtschaftsförderung forciert, die „Welle“ auf den Weg gebracht: Alles wichtiger Pfeiler, um die Gewerbesteuereinnahmen auf hohem Niveau zu halten. „Es gibt aber noch viel zu tun“, unterstrich Reents.

Reents will erreichen, dass der Bus im Ort kostenlos fährt

Ein zentrales Versprechen will er – auch gegen Widerstände des MVV – noch einlösen: „Ich will, dass der Bus im Ort kostenlos fährt.“ Der Ringbus soll künftig in beiden Richtungen fahren, Kleinbusse die Fahrgäste auch in Ortsteile bringen. Eine direkte Busverbindung nach Garching und zum Flughafen, die Schaffung weiteren Wohnraums und befestigter, beleuchteter Radwege stehen auf Reents Agenda. Auch die Vereinsförderung will er auf hohem Niveau halten. Seine Kontakte „nach oben“ – sprich: zur CSU in Berlin – will Reents nutzen, damit der S-Bahn-nahe Neubau der B 301 schnellstmöglich realisiert wird. Dies alles, wie der Gemeindechef unterstrich, „gemeinsam, in einer sachlichen parteiübergreifenden Zusammenarbeit und im Dialog mit den Bürgern. Pack mas gemeinsam an.“ Eva Oestereich

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