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Schock-Diagnose Hirntumor: Samir (17) kämpft sich zurück ins Leben - und hofft auf Hilfe

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Tennis ist seine Leidenschaft: Samir Hammadi wünscht sich nichts mehr, als wieder auf dem Platz zu stehen.
Tennis ist seine Leidenschaft: Samir Hammadi wünscht sich nichts mehr, als wieder auf dem Platz zu stehen. © COB

Eine Schock-Diagnose hat den damals 15-jährigen Samir vor zwei Jahren kalt erwischt. Langsam kämpft er sich wieder ins Leben. Wer möchte, kann ihm helfen.

Hallbergmoos - Samir Hammadi war eines der Tennistalente beim VfB Hallbergmoos Doch 2019 wurde bei dem damals 15-Jährigen ein Hirntumor diagnostiziert. Nun kämpft Samir sich zurück ins Leben – und zum Tennis. Um ihn zu unterstützen, organisiert der Verein ein Benefizturnier. Auch die FT-Aktion „Menschen in Not“ hilft.

Es ist ein heißer Tag auf dem Tennisplatz des VfB Hallbergmoos – über 30 Grad. Die Kinder zweier Jugendmannschaften kämpfen gerade um ihre Siege, als Samir Hammadi zu Besuch kommt. Er spielte vor nicht langer Zeit ebenfalls sehr gut Tennis und setzte sich als Mannschaftssportler für den VfB Hallbergmoos ein. Ein gut gelaunter, immer freundlicher und sehr ehrgeiziger Tennisschüler und von vielen ein guter Freund. Daher möchte der Verein dem Jugendlichen nun unbedingt helfen.

Schwindel und Kopfschmerzen: MRT bringt erschreckendes Ergebnis für Samir

Samir wohnt seit elf Jahren mit seinen Eltern in Hallbergmoos und war schon immer sportlich engagiert: erst beim Tischtennis und Fußball, dann beim Tennis. Dabei bestritt er mit großem Erfolg an der Seite seines guten Freundes Karim Bensaada zahlreiche Tennis-Matches.

Doch auf einmal war all das vorbei: Vor zwei Jahren hatte der damals 15-Jährige immer wieder Schwindelanfälle und Kopfschmerzen. Im Sommerurlaub 2019 ging es ihm zunehmend schlechter, er klagte über ein „kaltes Gefühl“ im Kopf. Sämtliche ärztliche Untersuchungen ergaben jedoch nichts, ein Termin in der Neurologie war nicht zu bekommen. Erst im Oktober bekam der Jugendliche endlich einen MRT-Termin – mit einem erschreckenden Ergebnis: Ein viereinhalb Zentimeter großer Tumor sitzt im Zentralhirn. Nur eine Operation kann helfen.

Schock-Diagnose Hirntumor: 20 Tage befindet sich Samir im künstlichen Koma

Obwohl es die einzige Chance für ihn war, wollte Samir zunächst keine OP. Die möglichen Folgen waren ihm zu riskant. Doch seine Eltern Conny und Nassim sagten ihrem Sohn immer wieder: „Wir helfen dir! Wir stehen das gemeinsam durch und sind immer für dich da.“

Nach der komplizierten Operation im Dezember musste Samir für 20 Tage in ein künstliches Koma versetzt werden. Danach folgte eine einjährige Reha. Sechs Monate dauerte es, bis die Medikamente richtig eingestellt und leichte Fortschritte bemerkbar waren. Samir muss alles neu erlernen: schlucken, sprechen, laufen, lesen, schreiben.

Nach Operation des Hirntumors: Krankenkasse zahlt wichtige Hilfen nicht

Jeden kleinen Schritt erkämpft er sich hart – und seine Eltern kämpfen tagtäglich mit. Sie wechseln sich mit ihrer Arbeit so ab, dass immer jemand bei Samir sein kann. Das Leuchten in ihren Augen, wenn sie von den Behandlungsfortschritten erzählen, spricht Bände. „Es ist trotzdem nicht leicht“, berichtet Vater Nassim. „Wir bekommen viele Hilfsmittel von den Kassen und auch Therapien, aber die wichtigen Hilfsmittel, die zu Samirs Fortschritt beitragen würden, bekommen wir nicht.“

Dabei benötigt Samir dringend eine spezielle Gehhilfe zum Laufen lernen, einen Therapiestuhl und einen speziellen Computer „Tobii-I-Series“, mit dem er wieder mit seiner Familie und Freunden kommunizieren kann. Doch diese Hilfsmittel kosten tausende Euro. Zudem wohnt die Familie in einer Wohnung im zweiten Stock, was jeden Therapiebesuch oder Spaziergang mit Samir im Rollstuhl zu einer Herausforderung macht. Daher sucht die Familie dringend eine Drei-Zimmer-Wohnung (bis maximal 1100 Euro), entweder im Erdgeschoß oder mit Aufzug.

Hilfe für Samir nach Schock-Diagnose: Benefizturnier am 4. September

An diesem sommerlichen Tag ist Samir das erste Mal wieder auf dem Tennisplatz. Er sitzt im Rollstuhl und lächelt. Sein größter Wunsch ist es, endlich wieder Tennis spielen zu können. Nassim und Conny berichten stolz, dass Samir schon mit der rechten Hand Tennisbälle werfen und fangen, den Schläger halten und einen zugeworfenen Ball zurückschlagen kann. Samir lächelt und will es versuchen – er zeigt den Daumen hoch. Schnell organisiert Jugendwartin Amelie einen Schläger und wirft ein paar Bälle, Samir trifft!

Samir möchte es schaffen, wieder Tennis spielen zu können – und der VfB Hallbergmoos will ihm dabei helfen. Daher organisiert die Abteilung Tennis am 4. September ein Benefizturnier. Zusätzlich steht bis dahin eine Sammelbox für Geld-Schenkungen am Tennisheim. Der VfB appelliert an alle: „Bitte helft mit, damit Samir weitere Fortschritte machen kann und seine Augen so leuchten wie an diesem Tag auf dem Tennisplatz!“ (Jana Daniel)

Spendenkonto für Samir

Samir Hammadi

IBAN: DE60700510030025864216, BIC BYLADEM1FSI

Verwendungszweck: „Schenkung“.

Wer zudem Infos bezüglich einer Drei-Zimmer-Wohnung hat, wird gebeten, sich per Mail an corneliahammadi@yahoo.de zu wenden. Aus Spenden der Tagblatt-Aktion „Menschen in Not“ wird Samir ebenfalls unterstützt.

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