1. Startseite
  2. Lokales
  3. Freising
  4. Hallbergmoos

Mehr Kunden, weniger Ware: Hallbergmooser Tafel gibt mit „angezogener Handbremse“ Waren aus

Erstellt:

Kommentare

„Danke, dass ihr an uns gedacht habt“: Die Tafelleiter Tanja Voges (l.) und Johannes Span (r.) bedankten sich herzlich bei (weiter v. l.) Brigitte Sageder (VdK-Vorsitzende), Heinz Hiller (Beisitzer) und Marga Hagl (VdK-Frauenbeauftragte) für die finanzielle Unterstützung.
„Danke, dass ihr an uns gedacht habt“: Die Tafelleiter Tanja Voges (l.) und Johannes Span (r.) bedankten sich herzlich bei (weiter v. l.) Brigitte Sageder (VdK-Vorsitzende), Heinz Hiller (Beisitzer) und Marga Hagl (VdK-Frauenbeauftragte) für die finanzielle Unterstützung. © Oestereich

„Wir müssen gut haushalten“, sagt Johannes Span, Leiter der Hallbergmooser Tafel. Denn die Kunden werden immer mehr und die Ware immer weniger.

Hallbergmoos – Wegen steigender Preise und Lebenshaltungskosten sind Hilfsbedürftige mehr denn je auf den günstigen Einkauf bei den Tafeln angewiesen. Auch die Hallbergmooser Tafel hat zu kämpfen: Es kommen weniger Waren an. Gleichzeitig wächst der Bedarf der Kunden nach günstigen Lebensmitteln. „Die Warenbestände sinken merklich“, berichtete Johannes Span, der zusammen mit Tanja Voges die Tafel im Haus der Nachbarschaftshilfe leitet.

Im Gegenzug steigt laut Voges die Zahl der Kunden: Kürzlich war „volles Haus“. 62 Kunden waren zuletzt da, um sich und ihre Familien mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs einzudecken.

Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Freising-Newsletter.

„Wir müssen gut haushalten und gewissermaßen mit angezogener Handbremse die Waren ausgeben, damit jeder etwas bekommt“, so Span. Zum einen, weil aus den Geschäften weniger Waren ankommen. Und: Früher reichte das schmale Haushaltseinkommen der registrierten Kunden oftmals fast bis zum Monatsende. Die Menschen suchten erst dann die Tafel auf. „Jetzt nicht mehr: Die Kunden kommen nun mehrmals im Monat, weil das Leben so teuer geworden ist“, weiß Voges.

Als nun eine Delegation des VdK kam, um eine Spende von 376 Euro – gesammelt bei der Jahreshauptversammlung – abzugeben, war Voges sehr dankbar: „So toll die Unterstützung und Spendenaktionen für die Ukraine sind, sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass unsere Kunden auch Hilfe brauchen.“  

Eva Oestereich

Noch mehr aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis Freising finden Sie auf Merkur.de/Freising.

Auch interessant

Kommentare