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Über einen Meter lang und 9,3 Kilo schwer ist der Hecht, den Klaus Aiglstorfer in Birkeneck geangelt hat.

Fischerfreunde Hallbergmoos

Zwei Riesenhechte aus Birkenecker Weiher geholt

195 Mitglieder zählen die Fischerfreunde aus Hallbergmoos. Und die haben im vergangenen Jahr nicht nur viel Zeit in die Gewässerpflege investiert. Ihnen sind auch wieder ganz „dicke Fische“ ins Netz gegangen.

HallbergmoosVereinsgeschichte schreiben gerade Sebastian Griese und Klaus Aiglstorfer, die zwei Riesenhechte aus dem Birkenecker Weiher geangelt haben.

Seinen Ruf als „Fischflüsterer“ machte Sebastian Griese damit erneut Ehre: Vor einem halben Jahr hatte der 27-Jährige einen imposanten Zander, 99 Zentimeter lang und 8,9 Kilo schwer, aus dem Gutbrodtweiher gezogen und da gemeint: „So was fängst nur einmal im Leben.“ Doch weit gefehlt: Denn nun gelang dem Jugendleiter der Fischerfreunde ein ähnlich spektakulärer Fang.

Bei strahlendem Sonnenschein hatte er sich vor fünf Tagen aufgemacht, um seinem liebsten Hobby nachzugehen. Sein Ziel: der Birkenecker Weiher. „Man hat in Winter mehr Chancen auf große Raubfische“, weiß Griese. Und wegen des milden Winters ist das Gewässer momentan nicht zugefroren. Optimale Bedingungen also. Und tatsächlich musste Griese an diesem Vormittag nicht lange warten: Ein Hecht, 93 Zentimeter lang und 7,5 Kilo schwer, biss an seinem Gummifisch-Köder an. „Nach ein paar Sprüngen und Hechtrollen landete er sicher im Kescher“, berichtete Griese.

Die Reinigung der Vereinsgewässer zahlt sich aus

Getoppt wurde Griese fang allerdings noch von einem Vereinskollegen: Wenige Tage zuvor hatte Klaus Aiglstorfer in Birkeneck Angel und Köder – eine norwegische Makrele – in der Nähe des Sprungbretts ausgeworfen. Auch bei ihm biss ein Hecht an, stolze 1,07 Meter lang und 9,3 Kilo schwer. Es zahlt sich also aus dass die Fischerfreunde ihre Vereinsgewässer pflegen und teils unter hohem Aufwand – im September wurde der Birkenecker Weiher mit einem geliehenen Boot vom Grasbewuchs befreit – reinigen.

1119 Fische wurden von den Aktiven im gesamten Vereinsjahr gefangen. Gewässerwart Frank Walter berichtete, dass gleichbleibenden Besatz deutlich mehr Fische gefangen wurden. Nun will der Verein seine 71 Aktiven noch stärker einbinden: Christian Gaisbauer kündigte an, dass für aktiven Mitglieder zwölf Arbeitsstunden im Jahr obligatorisch sind. Wer das Soll nicht erfüllt, zahlt pro nicht geleisteter Stunde zehn Euro in die Vereinskasse. Weil die Fischerfreunde sich ohnehin schon stark einbringen, so der Vorsitzende, ändere sich für 70 Prozent der Mitglieder also nichts. Vor allem die Jungfischer (32, davon 19 Aktive), lobte Gaisbauer, beteiligten sich rege, sei es als Helfer, bei Bindekursen, Zeltlager, Aal- und Karpfenfischen.

Der neue Jugendfischer-König heißt Lukas Weltmaier

Jugendfischer-König wurde Lukas Weltmaier, bei den Erwachsenen errang Helmut Hermann beim Königsfischen im September den Titel. Wo man neben Besatz, Gewässerpflege, dem „Ramadama“ der Gemeinde und Großveranstaltungen wie dem Fischerfest an Maria Himmelfahrt Neues plant, zeigte Gaisbauer beim Jahrestreffen vor 50 Mitgliedern auf: Am Süßbach, in der Nähe des Horts „Meilensteinhaus“, wird man einen Lehrpfad einrichten. Dort werden Schautafeln auf Umwelt, einheimische Pflanzen und Fische hinweisen. Verschieben muss man indes die geplanten Maßnahmen zur Renaturierung der Goldach, weil das Wasserwirtschaftsamt München das Gewässer von Speichersee bis zur Einmündung in die Isar selbst überplant.Eva Oestereich

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