Einfach, aber genial: Benno Zierers Erfindung. Foto: Lehmann

Hallbergmooser erfindet Biertisch-Netz

Hallbgermoos - Wohin mit Jacken und Taschen am Volksfest? Diese frage stellte sich ein 32-jähriger Hallbergmooser. Und erfand das Biertisch-Netz.

Vor zwei Jahren besuchte Benno Zierer das Münchner Oktoberfest. „Ich wusste nicht, wohin mit meinen Sachen“, erinnert er sich. Eine Garderobe gibt es im Bierzelt nicht, also legte er seine Jacke auf der Bank ab. „Nach drei Stunden fand ich sie dann wieder“, sagt Zierer. „Sie lag auf dem Boden, war zerrissen und schmutzig.“ Wieder zu Hause in Hallbergmoos kam dem 32-Jährigen die Idee: eine Konstruktion, in der man seine Siebensachen in Bierzelten sicher aufbewahren kann - die Geburtsstunde des Biertisch-Netzes. „Das hatte ich relativ fix in meinem Kopf.“ Im November 2008 setzte er sich dann an seinen Schreibtisch und zeichnete Detailskizzen, bis er den Erstentwurf perfektioniert hatte. Heraus kam ein Gepäcknetz mit einem Gummizug, das an der Unterseite eines Biertisches oder der Bank montiert werden kann. An drei Ankerpunkten der Querseite wird das Netz befestigt und mit einer Querleiste in zwei Bereiche geteilt. „Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und war ständig am Tüfteln und Basteln“, erzählt Benno Zierer, der heute Bauleiter bei einem großen Konzern in Eching ist.

„Dann habe ich nach einem Hersteller gesucht.“ In Italien wurde er schließlich fündig. Eine Firma, die Trennnetze für Autos produziert, erklärte sich bereit, zwei Prototypen anzufertigen. Dann ließ sich Zierer von einem Patentanwalt beraten. Dieser durchforstete die Datenbanken nach bereits geschützten ähnlichen Konstruktionen - und fand keine. Damit ist Zierer offiziell Erfinder des Biertisch-Netzes. Das Gebrauchsmuster ließ er rechtlich schützen.“

Jetzt sucht der Tüftler nach Brauereien oder Baumärkten, die seine Idee „im großen Stil“ realisieren können.

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