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Mehrere tausend Euro erbeut eten Unbekannte in Hallbergmoos mit dem altbekannten Enkeltrick.

Eine „Nichte“ brauchte Geld

Sie übergab Schmuck an einen Wildfremden: Hallbergmooser Rentnerin mit Enkeltrick abgezockt

Schon wieder! Mit dem der als „Enkeltrick“ bekannten Betrugsmasche gelang es am Dienstag Betrügern, eine Rentnerin in Hallbergmoos um Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro zu erleichtern.

Hallbergmoos –Unter Anwendung der polizeilich als „Enkeltrick“ bekannten Betrugsmasche gelang es am Dienstag bislang unbekannten Betrügern, von einer Rentnerin in Hallbergmoos Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro zu ergaunern.

In den Nachmittagsstunden erhielt die hochbetagte Seniorin laut Polizeipräsidium Oberbayern einen Anruf, angeblich eine Nichte. Diese verstand es, der Frau glaubhaft ein Verwandtschaftsverhältnis vorzugaukeln und forderte finanzielle Hilfe für einen vorgeblichen Immobilienerwerb. In dem Glauben, ihre vermeintliche Nichte zu unterstützen, übergab die Seniorin schließlich Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro an eine unbekannte männliche Person.

Zur Schmuckübergabe wurde die Frau bestellt

Für diese Geldübergabe wurde die Frau laut Polizei zu einem Treffpunkt an die Freisinger Straße in Hallbergmoos bestellt. Dort übergab sie einen beigefarbenen Stoffbeutel mit ihrem Schmuck an den Unbekannten, der wie folgt beschrieben wird: Männlich, etwa 170 Zentimeter groß, kräftige Statur, ca. 30 Jahre alt, helle Gesichtshaut, ovales Gesicht; Bekleidung: grauer Blouson, beige Schirmmütze; Der Unbekannte sprach deutsch mit ausländischem Akzent.

Für die ermittelnde Kripo Erding wären insbesondere Wahrnehmungen in Zusammenhang mit dieser Übergabe, die gegen 17.30 Uhr an der Einmündung des Tannenwegs in die Freisinger Straße erfolgte, von Bedeutung. Zeugen, die hier oder im näheren Umfeld die oben beschriebene Person wahrgenommen haben oder möglicherweise Angaben zu einem von dem Unbekannten genutzten Fahrzeug machen können, sind aufgerufen sich bei der Polizei zu melden. Sachdienliche Hinweise werden unter Tel. (08122)9680 von der Kriminalpolizei Erding oder jeder anderen Polizeidienststelle entgegen genommen.

Wie gehen Enkeltrickbetrüger vor?

Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ oder ähnlichen Formulierungen rufen die überregional agierenden Tätern bei meist älteren und allein lebende Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Immobilienkauf. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Ist das Opfer zahlungswillig, wird ein Bote zur Abholung angekündigt. Hat der Angerufene die geforderte Summe nicht parat, folgt die Aufforderung den Betrag bei der Bank abzuheben.

Tipps der Polizei

Deshalb rät die Polizei: Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt. Legen Sie den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld fordert. Und: Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen mit anderen Familienangehörigen Rücksprache.

Solche Enkeltrick-Betrügereien sind leider kein Einzelfall. Erst vor Kurzem wollte ein Schlüsseldienst einen Moosburger mit falschen Aussagen eiskalt abzocken. In Freising hat ein Schlüsseldienst eine Notlage schamlos ausgenutzt: Die kleine Tabea (2) hatte sich aus Versehen auf dem WC ihres Opas eingesperrt.

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