+
Haben den Dreh raus: Alessia Castellan aus Italien, die in Bozen Obstbau studiert und gerade ein Praktikum in Hallbergmoos absolviert, und Matthias Kiefer, Mitarbeiter am Bayerischen Obstzentrum. Sie wissen genau, welche Äpfel pflückreif sind und welche noch einige Tage am Baum reifen dürfen.

Infotage im Hallbergmooser Obstzentrum

Der richtige Pflückzeitpunkt

Zwar fällt die Obsternte heuer aufgrund des Spätfrosts, der die Blüten schädigte, geringer aus als sonst. Umso wichtiger ist es, die verbleibenden Früchte exakt zum richtigen Zeitpunkt zu ernten. Entsprechende Tipps gibt es nun aus dem Hallbergmooser Obstzentrum.

Hallbergmoos – „Wird zu früh gepflückt, bleibt der Apfel grasig und ist sauer, erntet ihn der Gärtner zu spät, ist die Frucht weich und nicht lange haltbar,“ weiß Michael Neumüller. Der Agraringenieur leitet das Bayerische Obstzentrum Am Süßbach 1 und gibt Hobbygärtnern an zwei Info-Wochenenden (15./16. September und 6./7. Oktober) Auskunft über den Anbau von Obstbäumen und Beerensträuchern daheim.

„Viel zu oft werden die Früchte auf einmal vom Baum gerissen, ohne zu berücksichtigen, dass sie nie gleichzeitig ausreifen,“ berichtet er. Dabei gibt es ein paar einfache Hinweise, die dem Hobbygärtner helfen, den richtigen Pflückzeitpunkt zu erwischen. Dieses Wissen und viele weitere Fakten über Obst im Garten vermittelt das Obstzentrum in kostenlosen Vorträgen jeweils am Freitag um 15 Uhr („Obst für kleine Gärten“) und am Samstag um 10.30 Uhr (Sortenwahl) sowie um 13.30 Uhr („Obstkrankheiten & Schädlinge“).

Dabei geht es um die Wahl der richtigen Obstsorte, um den sachgerechten Schnitt und um die Abwehr der wichtigsten Krankheiten und Schädlinge. „Denn“, so weiß Neumüller, „nur unbeschädigte Früchte ohne Maden lassen sich auch gut lagern.“

Auch zum Lagern hat das Bayerische Obstzentrum Tipps: Gleichmäßig kühl, feucht und sauerstoffarm soll der Apfel liegen. Früher gab es dafür feuchte, kühle Keller. Wo diese heutzutage aber nicht mehr zu finden sind, kann man sich anderweitig behelfen: Das Obst wird über Nacht im Freien vorgekühlt, am Morgen in Gefrierbeutel verpackt, und die werden in einen kühlen Raum gelegt. Das können auch Garagen oder Gartenhäuschen sein.

Details zu den Informationstagen sind unter www.obstzentrum.de eingestellt. Im Anschluss an die Vorträge gibt es Führungen durch die Schaugärten. Fürs leibliche Wohl stehen hausgemachte Obstkuchen bereit.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Stühlerücken im Nandlstädter Gemeinderat: Schleif geht – kommt Häßler?
Und wieder gibt es einen Wechsel im Nandlstädter Marktrat. Auf eigenen Wunsch verlässt Hans-Joachim Schleif das Gremium, erster Nachrücker von der Bürgerliste (BLN) wäre …
Stühlerücken im Nandlstädter Gemeinderat: Schleif geht – kommt Häßler?
Nandlstadt: So wird die Verkehrsüberwachung neu geregelt
Verkehrssünder in Nandlstadt haben es künftig schwerer. Die Verkehrsüberwachung wird im Markt neu geregelt.
Nandlstadt: So wird die Verkehrsüberwachung neu geregelt
70 Jahre Kanzlei Huber-Wilhelm: „Ein Anwalt muss ein Gewissen haben“
Sie ist nicht nur die älteste Anwaltskanzlei in Freising, sondern auch eine der größten: die Kanzlei Huber-Wilhelm. Kürzlich feierte sie 70-jähriges Bestehen. Im …
70 Jahre Kanzlei Huber-Wilhelm: „Ein Anwalt muss ein Gewissen haben“
Zwei böse Überraschungen
Manfred Daniel ist wütend. Der Vorsitzende des Wasserzweckverbands Paunzhausen versteht die Welt nicht mehr: 70 000 Euro soll sein Verband für etwas zahlen, für das er …
Zwei böse Überraschungen

Kommentare