Der Vereinschef vor seinem Auto
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Der Anhänger füllt sich: Fischerfreunde-Chef Christian Gaisbauer präsentiert den Unrat, den man im Süßbach und der unteren Goldach gefunden hat.

Fischerfreunde werden in Süßbach und Goldach fündig

Bach-Ramadama hat sich gelohnt: Jede Menge Müll am Haken

Die Aktion „Saubere Landschaft“: Wie schon im Vorjahr musste sie auch heuer wegen der geltenden Kontaktbeschränkungen ausfallen. Aber die Hallbergmooser Fischer waren aktiv.

Hallbergmoos - Auch die Gewässer leiden unter gewissen Zeitgenossen. Das konnten und wollten sich die Hallbergmooser Fischerfreunde nicht länger mit ansehen: Sie rückten am Wochenende aus. Nur dass diesmal nicht Fische am Haken landeten, sondern jede Menge Müll.

Am Süßbach und der unteren Goldach waren insgesamt acht Mann jeweils allein oder zu zweit unterwegs, berichtete der Vorsitzende der Fischerfreunde, Christian Gaisbauer. Bei neun Grad Celsius Außentemperatur stiegen sie früh morgens ins eiskalte Wasser und durchkämmten die Bachläufe. Die Ausbeute: beträchtlich! Glas, Scherben, der abgebrochene Außenspiegel eines Autos, Abdeckfolien und viel Unrat landeten auf dem Anhänger. Der Müll wurde anschließend fachgerecht von den Fischerfreunden am Wertstoffhof entsorgt.

Die Jugend durfte wegen Corona nicht mithelfen

„Es ist wirklich schade. Wir hätten die Aktion gerne mit der Fischerjugend gemacht. Aber das war wegen der Kontaktbeschränkungen leider nicht möglich“, bedauert Vereinschef Gaisbauer. Zumal das gesamte Jahr 2020 für die Nachwuchsfischer ziemlich „katastrophal“ gewesen sei. „Wegen Corona konnten wir der Jugend keine Angebote machen.“ Wenn überhaupt, seien die Kinder und Jugendlichen mit ihren Vätern zum Fischen gegangen.

Die Jugend ist dem Verein trotzdem treu geblieben. Allerdings verzeichnet man im Seniorenbereich Einbrüche: So wurden laut Gaisbauer deutlich weniger Jahreskarten ausgegeben als gewohnt. Erschwerend kommt dazu, dass auch das Fischerfest 2020 am Maria-Himmelfahrt (15. August) wegen der Pandemie nicht stattfinden konnte: „Es wäre ein Traumtag gewesen“, bedauert Gaisbauer den Ausfall der Traditionsveranstaltung.

Wichtige Einnahmequellen sind dem Verein weggebrochen

Zwei wichtige Einnahmequellen sind dem Verein damit weggebrochen. Dank vorhandener Rücklagen kommen die Fischerfreunde nicht in Existenznot, müssen aber weiterhin die Ausgaben schultern. „Die Fixkosten für Gewässerpacht und Besatz haben wir ja trotzdem.“

Eva Oestereich

Brrrrrrrhhh: Bei frischen neun Grad Außentemperatur stiegen die Fischerfreunde früh morgens ins eiskalte Wasser und durchkämmten die Bachläufe.

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