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Den Ultrafeinstaub im Blick: (v. l.) Thomas Henning (FW-Pressesprecher), MdL Benno Zierer (FW), Oswald Rottmann (Bürgerverein Freising) und Georg Schu (2. Vorsitzender FW).

Freie Wähler informieren über Ultrafeinstaub

Jetzt zählen „pragmatische Sofortlösungen“

Lange war die hohe Ultrafeinstaubbelastung in der Flughafen-Region kein Thema. Nach den Messungen des Bürgervereins nimmt man die Gesundheitsrisiken auch auf höchster politischer Ebene ernst, berichteten Oswald Rottmann und MdL Benno Zierer bei einem Informationsabend der Freien Wähler.

Hallbergmoos – Eine Expertenanhörung, so Zierer, konnten die FW mit Unterstützung von Grünen und SPD im Landtag durchsetzen. Die Diskussion mit Fachleuten führte zu dem Ergebnis, so Zierer, dass man „das Problem nun erkannt hat“. Die Ultrafeinstaubpartikel bergen erhebliche Gesundheitsrisiken, so Rottmann.

Wie zuvor schon im Gemeinderat, zeigte der Bürgerverein in der Parkwirtschaft vor 35 Zuhörern die Ursachen und Wirkungen auf: Der Normalwert liegt bei 2500 bis 3500 pro Kubikmeter Luft. An „Hotspots“ wie Flughäfen liegen die Werte um ein zigfaches höher, so Rottmann. Ursächlich ist die Kerosinverbrennung bei Starts und Landungen, die UFP abhängig von der Windrichtung über die Anrainerkommunen ergießt. So wurden beispielsweise in Hallbergmoos im Oktober Werte zwischen 50 000 und 100 000 gemessen. Anders als die größeren Feinstaubpartikel werden UFP’s nicht vom Körper gefiltert und ausgeatmet. Sie verteilen sich über Atmung und Blut in Körper, Hirn und Organen. Es steigt, so hatte es Lungenfachärztin Adelheid Bisping-Arnold dem Gemeinderat erläutert, das Risiko von Lungenkrankheiten, Krebs, Herzinfarkten und Demenz.

Grenzwerte für Ultrafeinstaub, die es bislang nicht gibt, sind nach Rottmanns Dafürhalten „kein Allheilmittel“. Vielmehr seien „pragmatische Sofortlösungen“ notwendig. Da heißt aus seiner Sicht: Der Flughafen muss seine Emissionen reduzieren, vom Bau der 3. Startbahn absehen, Kurzstreckenflüge und die Subventionierung des Flugverkehrs stoppen.

Unterstützung für die Forderung, UFP-Messungen zu intensivieren, erhält der Bürgerverein aus Hallbergmoos: Der Gemeinderat hat die Anschaffung eines eigenen Messgeräts für 10 000 Euro befürwortet.

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