Josef Niedermair will Hallbergmooser Bürgermeister werden
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Setzt auf ein Miteinander im Rat: Josef Niedermair (63). ev

Erfolgreiche Sondierungsgespräche mit allen Fraktionen in Hallbergmoos

„Der Gemeinderat ist der Chef“: Josef Niedermair will als „Teamplayer“ auf den Rathaussessel

Jetzt ist es offiziell: Josef Niedermair (CSU) wird sich der Hallbergmooser Bürgermeisterwahl im April stellen.

Hallbergmoos - Die Unterstützung und das Ergebnis abschließender Gespräche am Dienstagabend mit allen im Gemeinderat vertretenen Fraktionen und den Ortsvorständen von CSU, Freien Wählern, Einigkeit, SPD und Grünen waren, wie er sagte, nun ausschlaggebend für sein „Ja“ zur Kandidatur. „Ich werde mich zur Verfügung stellen und für das Bürgermeister-Amt kandidieren“, bestätigte der 63-Jährige nun dem Tagblatt.

Die Entscheidung, die ihm angetragene Bürgermeister-Kandidatur anzunehmen, hat sich Niedermair nicht leicht gemacht. Denn eigentlich hatte er sich im politischen (Vor-) Ruhestand schon ganz gut eingerichtet – nach 36 Jahren als Gemeinderat, 18 Jahren als Kreisrat und zwölf Jahren als zweiter Bürgermeister. Bei der Kommunalwahl 2020 verzichtete Niedermair auf eine neuerliche Gemeinderatskandidatur, auch um Jüngeren den Vortritt zu lassen.

Niedermair weiß um die „Riesenaufgabe und Verantwortung“

Er habe es sehr genossen, nach dem Rückzug aus der Politik im Mai 2020 mehr Zeit zu haben – für die Familie, die Enkelkinder und seinen Sport Kegeln, wo er unter anderem für die VfB-Bundesliga-Kegler als Abteilungsleiter verantwortlich ist. Dass es sich in einer schwierigen Phase nach dem Tod von Bürgermeister Harald Reents und unter dem Einfluss der Pandemie, nun der „Riesenaufgabe und Verantwortung“ stellt, sei letztlich Ausfluss intensiver Gespräche mit allen Ratsfraktionen, die man in den vergangenen Wochen geführt habe: „In den Gesprächen konnten wir eine gute Basis schaffen,“ so Niedermair. Auch die Familie gebe ihm Rückendeckung.

Als Sportler wie in der Politik versteht sich der 63-Jährige als „ein Teamplayer“. Das Parteibuch, so betont er, spielt für ihn in der politischen Arbeit keine Rolle. Wichtig sei ihm eine konstruktive Sacharbeit im Rat. Sein Credo: „Beim Reden kommen d’Leut zusammen“. Wie er sich das Miteinander vorstellt, habe er den Fraktionen bereits aufgezeigt. Dazu gehöre es, von seiner Seite aus alle einzubinden. „Mir ist wichtig, dass das Zusammenspiel von Bürgermeister und Gemeinderat funktioniert. Der Gemeinderat ist der Chef – und ich bin eine Stimme von 25.“ Natürlich könne man es nicht jedem recht machen. Und der Bürgermeister müsse letztlich den Kopf hinhalten, weiß der designierte Kandidat.

Jede Menge Erfahrung als „Vize“ im Rathaus

Weil er in zwölf Jahren als Stellvertreter die Rathauschefs Klaus Stallmeister (FW) und Harald Reents (CSU) bei Abwesenheit vertreten hat, kennt er Mitarbeiter, Geschäft und Abläufe bestens.

Eva Oestereich

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