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Zu viel spricht dagegen: Hallbergmooser Räte lehnen Rewe-Getränkemarkt ab

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Der Rewe-Markt bleibt erst mal so, wie er ist
Bleibt ohne Getränkemarkt: der Hallbergmooser Rewe. © Oestereich

Wegen städtebaulicher Bedenken hat der Gemeinderat Hallbergmoos die Erweiterung des Rewe-Markts an der Hauptstraße abgelehnt. Geplant war ein Getränkemarkt.

Hallbergmoos - Für den Supermarkt hatte man 2016 mit einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan Baurecht für den Markt mit etwa 1250 Quadratmetern Verkaufsfläche geschaffen. Würde man nun, wie vom Betreiber gewünscht, einen Anbau mit 700 Quadratmetern und 20 bis 23 zusätzlichen Parkplätzen realisieren, fiele die Grünfläche an der südlichen Grundstücksgrenze komplett weg.

Auswirkungen auf die Landschaft negativ bewertet

Schon 2016 war von der höheren Landesplanungsbehörde allerdings darauf hingewiesen worden, dass der freie Landschaftsraum von einer Bebauung freizuhalten sei. Im Umweltbericht wurden die Auswirkungen auf die Landschaft negativ bewertet. Um sie zu mildern, wurden eine entsprechende Grünordnung festgelegt und das Areal mit Hecken umgeben.

Hinzu kommt: Im Rathaus fehlen aktuell die personellen Kapazitäten

Im Bauamt sieht man eine Erweiterung kritisch: Es wäre eine Änderung des Bebauungsplans. Dafür fehlen im Rathaus aktuell die personellen Kapazitäten. Bedenken hat man auch wegen der weiteren Versiegelung, die mit ökologischen Ausgleichsflächen kompensiert werden müsste. Auch sei mit einer Verkehrszunahme und mehr Lärm zu rechnen.

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Abgesehen davon sieht man im Rathaus, wie Bürgermeister Josef Niedermair unterstrich, keinen Bedarf für einen weiteren Getränkemarkt: Im Radius von 1000 Metern stehen der Bevölkerung bereits Angebote – und zwar im Edeka und in Form des K+F-Getränkemarkts – zur Verfügung. Die Wirtschaftsförderung weist ferner darauf hin, dass bei einer Einzelhandelsstudie von 2017 kein Passant einen Getränkemarkt gefordert habe. „Dies dürfte sich auch 2022 nicht verändert haben.“ Einstimmig lehnte der Rat die Planänderung ab.

ev

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