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Kommt mit der Surfwelle das Verkehrschaos? Hallbergmoos passt Pläne an

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Auf dieser Grünfläche im Munich Airport Business Park soll der Surf-, Büro- und Einzelhandelskomplex entstehen. © ev

Das Großprojekt wird größer: Weil man damit rechnet, dass der Surf-, Büro- und Einzelhandelskomplex im MABP in Hallbergmoos eine Menge Besucher anlockt, wurden die Verkehrsplanungen nun angepasst.

Hallbergmoos Schon heute, so heißt es in einem eingeholten Verkehrsgutachten, hat der Knotenpunkt an der Ludwigs-, Lilienthal- und Lindberghstraße seine Leistungsgrenzen erreicht. Mit Blick auf den allgemeinen Verkehr und den „Neuverkehr“, den das Sport- und Businesszentrum entwickeln wird, empfehlen die Planer einen weitreichenden Ausbau der Kreuzung: Die beste Lösung sei ein einspuriger Kreisverkehr, der nun mit dem Einverständnis des Gemeinderats errichtet werden soll.

Drei Kreisel nacheinander

Konkret heißt das: Kurz nach dem Kreisverkehr an der Bundestraße 301 folgt ein zweiter Kreisel auf Höhe der OMV-Tankstelle. Einige hundert Meter weiter, am Abzweig der Nordumgehung, gibt’s einen weiteren Kreisverkehr (Ludwigsstraße).

Umgedacht hat man auch beim Vorhabenträger: David Christmann, Geschäftsführer für Projektentwicklung der Rock Capital Group, stellte dem Gemeinderat „die Weiterentwicklung der Welle“ vor: Seit März, als man erstmals das grundlegende Konzept dem Rat vorgestellt hatte, wurden Veränderungen in und rund um das „Multi-Tennant-Gebäude“ vorgenommen: Zunächst war angedacht, so Christmann, vornehmlich kleinere Geschäfts- und Büroeinheiten bis 400 Quadratmeter zu konzipieren. Weil sich nun ein Interessent für eine deutlich größere Fläche gefunden habe, habe man die Einheiten im „Hybrid“ angepasst.

Parkhaus-Pläne ebenfalls verändert

Verändert hat man auch die Planungen für die beiden Parkhäuser: Zunächst war angedacht, dass sich östlich und westlich des Büro- und Geschäftskomplexes anordnen sollen. Nun aber, so Christmann, habe die Kreisbaumeisterin den Bauherren „ins Gebetbuch geschrieben“, dass aus städtebaulicher Sicht ein Parkhaus in unmittelbarer Nähe der Kreuzung Ludwigs-/Lilienthal- und Lindberghstraße nicht zu befürworten sei. Deshalb will man nun beide Parkhäuser östlich des zwei- bzw. dreigeschossigen Hauptgebäudes entlang der Lilienthalstraße unterbringen. Damit ließe sich, wie Christmann prognostizierte, ein Rückstau am Ortseingang vermeiden. Auch für Kunden, die die Einzelhandelsgeschäfte im „ersten Hof“ mit dem Einkaufswagen ansteuern, ergeben sich damit kürzere Wege. Im „zweiten Hof“ will man Gastronomie anbieten. Oben auf der „Kanzel“ sind großzügige Konferenz- und Eventflächen mit Blick auf das Surf- und Sportgelände geplant.

E-Ladestationen vorgesehen

Die benötigte Fläche für das langgezogene Parkhaus an der östlichen Grundstücksgrenze gehört der Gemeinde, ist aber derzeit verpachtet. Der Nutzer habe aber bereits, wie es heißt, Gesprächsbereitschaft zugunsten einer einvernehmlichen Lösung signalisiert. Die vorhandenen gemeindlichen Stellplätze mit E-Tankstelle weiter südlich werden, dies ergab die Nachfrage von Robert Wäger (Grüne), durch die veränderten Parkhaus-Pläne nicht beschnitten. Auch im Parkhaus soll es weitere E-Ladestationen geben.

Das vorgestellte Konzept für das Sondergebiet „Büro, Nahversorgung und Freizeit“ geht nun mit einem räumlich veränderten und erweiterten Geltungsbereich (Kreisverkehr, Parkhaus) ins Bebauungsplanverfahren. Eva Oestereich

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