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Der jüngste Kandidat ist 18 Jahre alt: die Liste der Grünen für den März 2020. 

Gemeinderat soll bunter werden

„Hallbergmoos erstickt“: Grüne formulieren deutliche Forderungen für Kommunalwahl

Die Hallbergmooser Grünen haben ihre Listenkandidaten für die Kommunalwahl 2020 nominiert. Den Fokus im Wahlkampf legen sie auf viele Themen.

Hallbergmoos Auch Bündnis 90/Die Grünen haben nun ihre Listenkandidaten für die Kommunalwahl 2020 nominiert. Weiblicher, bunter und stärker am Bürger orientiert soll der Gemeinderat werden, hieß es. „Man spürt die Leidenschaft, mit der sich jede und jeder der Kandidaten hier einbringt.“ Grünen-Ortssprecherin und Spitzenkandidatin Sabina Brosch war am Ende der Aufstellungsversammlung am vergangenen Freitag „emotional überwältigt“ und rundum zufrieden. 24 Kandidatinnen und Kandidaten im Alter zwischen 18 und 68 Jahren, darunter zehn Frauen, bieten die Grünen auf.

Die Liste wurde bunter

Ganz „durch-gendern“ konnte man laut Ortssprecher Robert Wäger, der für den Posten des Landrats kandidiert, die Liste zwar nicht. Weiblicher denn je und international, wie die Einwohner der Gemeinde, ist das Aufgebot allerdings: Alt, Jung, Alteingesessene, Zugereiste, Angestellte, Selbständige, Studenten, Rentner, Arbeiter und Akademiker sind darauf zu finden: Ein „Spiegel der Gesellschaft“, wie Brosch hervorhob. Die Liste, dies betonte Ludwig Ossiander (Platz 4), repräsentiere die Bevölkerungsstruktur des Orts viel stärker als die der „Alteingesessenen-Fraktionen“. Mehr Miteinander, Bürger-orientierte und ideologiefreie Entscheidungen, aus „einem Dissens Konsens zu schaffen, egal aus welcher politischen Reihe die besten Ideen kommen“ formulierte Brosch als Zielsetzung für die künftige Ratsarbeit. Und der Bundes- und Landkreistrend stimmte sie optimistisch, dass man mehr als die bisherigen zwei Sitze wird besetzen können.

Handlungsbedarf in vielen Bereichen

Schul- und Bürgerhausbau, Digitalisierung, Energieautarkie, Familien, Kinderbetreuung, Natur und Umwelt, Wachstumsbremse, Altersarmut und bezahlbares (genossenschaftliches) Wohnen: Handlungsbedarf sehen die Grünen, dies wurde in der Vorstellungsrunde der Kandidaten deutlich, in vielen Bereichen. Jonah Wiedner, mit 18 Jahren der jüngste Bewerber, beispielsweise unterstrich: „Es kann doch nicht sein, dass ich im Jahr 2019 überlegen muss, ob Homeoffice bei mir funktioniert, weil wir hier bei 10 bis 15 MBits rumwabern.“

Dabei, so Erwin Grießer, Mitglied im Arbeitskreis Nachhaltigkeit und von Beruf „IT’ler“, eröffne gerade die Digitalisierung in punkto Klimawandel („eine Überlebensfrage für uns alle“), Luftqualität, Bauen, (Aus-)Bildung, Verkehr oder Bürgerinformation der Kommune vielen, noch längst nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten.

„Hallbergmoos erstickt“

Robert Wäger forderte „mutigere und sehr viel zielstrebigere Lösungen“ als bisher, auch um beispielsweise „das Privileg des Autoverkehrs abzusetzen“. Denn, so Wäger: „Hallbergmoos erstickt“. Eva Oestereich

Die Kandidaten

1. Sabina Brosch

2. Robert Wäger

3. Erwin Grießer

4. Ludwig Ossiander

5. Alexandra Gebhard

6. Issam Dhifi

7. Konstantin Tarmyshov

8. Dieter Niggl

9. Angelika Hauser

10. Thomas Küppers

11. Jihenne Abbes

12. Ferdinand Reuss

13. Angelika Knebel

14. Maurice Conde

15. Sigrun Rieblinger

16. Arne Junghans

17. Yasmin Arslan

18. Niclas Aé

19. Nausicaa Delmotte

20. Jonah Wiedner

21. Larysa Rommer

22. Christian Wolf

23. Sabrina Ossiander

24. Cem Barlas

Ersatz: Frank Röckemann, Astrid Grießer

Alle Infos über die Kommunalwahl 2020 in allen Gemeinden finden Sie in unserem großen Überblicks-Artikel.

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