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Die erste Kandidatin: Sabina Brosch (Grüne) will Bürgermeisterin in Hallbergmoos werden

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Macht den Zwei- zum Dreikampf: Sabina Brosch. Die Grüne will Bürgermeisterin in Hallbergmoos werden. © privat

Sabina Brosch will Hallbergmooser Bürgermeisterin werden. Sie ist damit die erste Frau in der Gemeindegeschichte, die sich anschickt, den Chefposten im Rathaus zu erobern.

Hallbergmoos – Sabina Brosch ist bereits für die Gemeinderatswahl als Spitzenkandidatin der Grünen nominiert: Ein Umstand, der vermuten ließ, dass sie auch den Chefposten im Rathaus anvisiert. Nun bestätigte sie gegenüber dem FT: „Ich kann niemandem mutigeres Handeln abverlangen, wenn ich mich nicht selbst traue. Daher werde ich als Bürgermeisterin kandidieren.“ Und: „Es ist aus meiner Sicht eine urdemokratische Sache, dass der Wähler tatsächlich eine Wahl hat.“ Vorbehaltlich der Zustimmung der Mitglieder tritt die 53-Jährige am 15. März gegen Amtsinhaber Harald Reents (CSU) und den zweiten Herausforderer Thomas Henning (FW) an.

Kinderbetreuung liegt ihr besonders am Herzen

Seit 2014 sitzt Brosch für die Grünen im Gemeinderat, ist zudem Kultur- und Partnerschaftsreferentin der Gemeinde. Sabina Brosch stammt aus dem niederbayerischen Kelheim, lebt seit 1996 in Hallbergmoos. Die Journalistin und Historikerin (MA) ist verheiratet und Mutter von drei erwachsenen Kindern. Als Frau und Mutter, so unterstreicht sie, liege ihr eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung besonders am Herzen. Und: „Wir brauchen eine moderne, zukunftsorientierte Urbanität, die klimaneutral, familienfreundlich, umweltbewusst und sozial ist. Dafür stehe ich als Grüne Bürgermeisterkandidatin.“

Klares „Nein“ zur 3. Startbahn

Auch, was den Klimaschutz angeht, unterstreicht Brosch, ließe sich auf Kommunalebene noch viel bewegen. Handlungsbedarf sieht sie ebenso beim Thema bezahlbarer Wohnraum: Für die Förderung von Baugenossenschaften und -gemeinschaften sowie die Vergabe von Grundstücken in Erbpacht will sich die 53-Jährige starkmachen. Auch die Energiewende will Brosch forcieren: Hier gelte es, städteplanerische Weichen zu stellen, um Rad- und Busverkehr und generell Mobilität, die auf regenerativen Energien basiert, mehr Raum zu geben. Mit ihrer Kandidatur verbindet Sabina Brosch ein klares „Nein“ zur 3. Startbahn und der Einleitung radioaktiver Abwässer aus dem Forschungsreaktor Garching in die Isar.

Einmalig in der Geschichte der Hallbergmooser Grünen ist der Umstand, dass die zweiköpfige Gemeinderatsfraktion nun für zwei Spitzenämter kandidiert: Sabina Brosch für das Bürgermeisteramt – und Robert Wäger als Landratskandidat. Eva Oestereich

Alle Infos über die Kommunalwahl 2020 in allen Gemeinden finden Sie in unserem großen Überblicks-Artikel.

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