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Igor T. aus Landshut.

Spur führte in ein anderes Land

Nach wochenlange Suche: Igor T. gefunden! Verdacht der Polizei hat sich zum Teil bestätigt

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Seit Anfang Juli ist Igor T. verschwunden. Seine Mutter wandte sich via Facebook an die Öffentlichkeit. Mehrere Zeugen haben Hinweise über Igors Verbleib gemeldet. Jetzt ist er gefunden.

Update, Mittwoch, 8. August, 13.11 Uhr

Der seit 30.06.2018 wurde Igor T. aus dem Gemeinde Maitenbeth von seiner Mutter und Angehörigen vermisst. Nun wurde Igor in Bregenz (Österreich) wohlbehalten aufgegriffen und seiner Mutter übergeben. Die Polizei bedankt sich bei den Medien für die Unterstützung der Suchmaßnahmen.

Update von Donnerstag, 19. Juli, 22.20 Uhr:

Nun hat auch die Polizei einen Suchaufruf nach Igor T. veröffentlicht. Er stehe wegen einer autistischen Persönlichkeitsstörung unter Betreuung, benötigte mittlerweile auch Medikamente. Die Polizei unterrichtet die Öffentlichkeit darüber, dass Igor besonders ruhige, beschauliche Plätze in der Natur liebe. Außerdem könne er gut jonglieren und sei diesbezüglich leicht in ein Gespräch zu verwickeln. Es sind also zwei Hinweise darauf, an welchen Stellen bzw. bei welchen Aktivitäten man den 29-Jährigen auffinden könnte.

Wenn jemand Igor T. sieht, soll die Polizeistation Haag in Oberbayern unter der Telefonnummer 08072/9182-0 verständigt werden.

Update von Dienstag, 10. Juli 2018, 14.37 Uhr: 

Igor T. bleibt weiterhin verschwunden. Der 29-Jährige, der Ende Juni von seiner Mutter vermisst gemeldet wurde, ist aus deren Wohnung nahe Wasserburg am Inn verschwunden. Er war gerade zu Besuch bei seiner Mutter, normalerweise lebt Igor T. mit einem Betreuer in Landshut. 

Eigentlich wollten die beiden zusammen mit Freunden des Betreuers weiter an den Chiemsee zum Baden fahren. Doch dann habe es Knatsch wegen einer verschwundenen Badehose gegeben, erzählt die verzweifelte Mutter Natascha Kessler. So gegen 15 Uhr entdeckte die Mutter die offene Haustür - Igor war verschwunden. In den letzten Tagen bekam sie einige Anrufe, viele Menschen glauben ihren Igor gesehen zu haben. 

Am Dienstag wurde er in Salzburg an einer Tankstelle gesichtet. Ein Mitarbeiter der Tankstelle verständigte so gegen 11 Uhr - vier Stunden später - die Mutter, nachdem er das Foto des Mannes im Internet entdeckt hatte. Der Vermisste soll sich etwas zum Trinken gekauft haben. Er sei freundlich, aber unrasiert gewesen, gibt Kessler das Gespräch mit dem Mitarbeiter wieder. Später will ihn auch noch jemand nahe Innsbruck gesehen haben.  

In der Woche vor dem Streit habe Igor mehrfach über eine Reise nach Italien gesprochen, daher will seine Mutter nun mit der Polizei die potentiell länderübergreifende Situation besprechen. Wirklich viel Geld hat der 29-Jährige nicht in der Tasche. Nach Aussage seiner Mutter dürfte er zum Zeitpunkt seines Verschwindens höchstens 30 Euro im Geldbeutel gehabt haben.

Natascha Kessler lässt nicht locker bei der verzweifelten Suche nach ihrem Kind. Tagsüber beantwortet sie die unzähligen Nachrichten bei Facebook und verfolgt die Diskussion. Abends malt sie an ihren Bildern. „Ich muss irgendwie abschalten. Die vielen Sichtungen zeigen, dass Igor lebt und das lässt mich schlafen.“

Die Erstmeldung von Montag, 9. Juli 2018

„Ich mache mir große Sorgen“, sagt Natascha Kessler. Der Grund: Bereits seit 1. Juli vermisst sie ihren 29-jährigen Sohn Igor T. Der junge Mann leidet am Asperger-Syndrom, hat leicht autistische Züge und wird deshalb in einer Landshuter Wohnung betreut. Als er vor mehr als einer Woche seine Mutter im Raum Wasserburg am Inn besuchte, verschwand er urplötzlich.

Natascha Kessler hat nach einer Vermisstenanzeige bei der Polizei auch einen öffentlichen Suchaufruf bei Facebook gestartet. In emotionalen Worten bittet sie die Gemeinschaft dort um Hilfe bei der Suche nach ihrem Igor: „[Ich] suche dringend nach Hinweisen, wo er verblieben sein könnte, da gesundheitliche Gefahr besteht - Igors Körperwahrnehmung ist äußerst schwach.“

Letzte Spuren im Landkreis Freising und in München

Die Polizei hat das Handy von Igor T. zuletzt am 2. Juli im Bereich Zwillingshof in Hallbergmoos (Kreis Freising) geortet. Nach dem Versuch einer Kontaktaufnahme durch die Beamten gegen 3 Uhr früh wurde das Telefon jedoch abgeschaltet. „Igor hat es wohl in Panik ausgemacht“, vermutet seine Mutter.

Inzwischen haben sich zwei Zeugen bei Natascha Kessler gemeldet. Ihnen sei der Gesuchte im Raum München aufgefallen: Einmal am Samstag, 7. Juli, um 18.30 Uhr im Glockenbachviertel an der Ecke Westermühlstraße/Holzstraße. Und dann noch am vergangenen Sonntag, 8. Juli, gegen 14 Uhr in einem Burger-King-Restaurant an der Eggenfeldener Straße im südlichen Bogenhausen, nahe der A94-Ausfahrt München-Zamdorf. „Es ist wahrscheinlich, dass Igor regelmäßig dort oder in anderen Schnellrestaurants isst“, vermutet seine Mutter.

Personenbeschreibung des vermissten Igor T.

Igor T. ist 29 Jahre alt, „wirkt aber eher wie 18 oder 20“, sagt Kessler. Er ist 1,70 Meter groß, schlank, trägt halblanges braunes Haar, der Kopf ist meist leicht nach vorn geneigt. „Er könnte etwas verwirrt sein, ist jedoch freundlich und lieb“, sagt seine Mutter. Laut Zeugen trug er zuletzt eine kurze, graue Hose und Birkenstock-ähnliche Sandalen.

Wer den Vermissten sieht, den bittet seine Mutter darum, Igor T. besser nicht anzusprechen. „Besser ist es, direkt mich unter meiner Handynummer 0170/9145557 zu verständigen - oder die Polizei zu rufen.“

Auch im Raum Garmisch-Partenkirchen werden derzeit drei Personen vermisst und von der Polizei gesucht, wie Merkur.de berichtete.

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