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Die Maschinen stehen bald still: Zum Jahresende ist die Druckerei in Birkeneck Geschichte.

Vereinbarungen mit Personal getroffen

Nicht mehr wirtschaftlich: Jugendwerk Birkeneck schließt seine Druckerei

Die Entscheidung hat man sich im Jugendwerk Birkeneck nicht leicht gemacht. Doch letztlich muss man sich wirtschaftlichen Umständen beugen – und Druckerei, Buchbinderei die Mediengestaltung zum Jahresende schließen.

Hallbergmoos - Die Jugendhilfeeinrichtung bildet nicht nur junge Menschen aus, sie ist auch verlässlicher Geschäftspartner und Dienstleister für ihre Kunden. Jahrzehntelang wurden in den Werkstätten Bücher, Kataloge oder Plakate gedruckt. Allerdings schreibt man schon seit geraumer Zeit rote Zahlen – und zieht nun einen Schlussstrich. „Das Druckgewerbe steht unter hohem Druck. Wir mussten schon seit Jahren große Summen drauflegen“, erläuterte Birkenecks Geschäftsführer Otto Schittler den unausweichlichen Schritt. „Das Ganze lässt sich nicht mehr wirtschaftlich betreiben.“

Die Entscheidung, Druckerei, Buchbinderei und Mediengestaltung zum Jahresende zu schließen, komme für Mitarbeiter und Auszubildende aber nicht überraschend. Man habe sie rechtzeitig darauf vorbereitet und, wie Schittler gegenüber unserer Zeitung erläuterte, sozialverträgliche Lösungen gefunden. Alle Lehrlinge können ihre Ausbildung abschließen. Die vier betroffenen Ausbilder und Beschäftigten, einer davon seit 45 Jahren in Birkeneck, stehen vor keiner ungewissen Zukunft: Für einen Angestellten hat man einen Ausstiegsvertrag mit Vorruhestandsregelung vereinbart. Zwei anderen ermöglicht man eine Umschulung zum Erzieher. Ein Mitarbeiter verlässt den Betrieb mit einer Abfindung.

Erfreuliche Nachrichten aus Birkeneck

Es gibt aber auch erfreuliche Nachrichten aus Birkeneck: Wie Schittler dem FT mitteilte, bietet die Jugendhilfeeinrichtung seit September 2019 zwei neue Ausbildungsrichtungen an. Junge Menschen können in Birkeneck eine Ausbildung zum Hauswirtschafter und zum Hauswirtschaftstechnischen Helfer aufnehmen. Darüber hinaus können angehende Bäcker, Köche, Elektriker, Maler und Lackierer, Baufachwerker, Metallbauer und Schreiner hier unter sozialpädagogischer Begleitung in die Lehre gehen.

Eva Oestereich

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