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Ausgezeichnete Fischer: ( v.l.) Franz Geiger (Vorsitzender Fischereiverband Oberbayern), Walter Frank, Anton Lamprecht, Franz Heilmair und Christian Gaisbauer (Vorsitzender).

Fischerfreunde Hallbergmoos

„Riesenschritte“ in vielen Bereichen

Hallbergmoos - Der Vorsitzende des Fischereiverbands Oberbayern, Franz Geiger, kommt nicht allzu oft nach Hallbergmoos. Doch nun hatte er allen Grund dazu: Er verlieh den Gründungsmitgliedern Franz Heilmair, Walter Frank und Anton Lamprecht die Silberne Ehrennadel des Verbands – und zog den Hut vor einem engagierten Verein, der sich seit 25 Jahren für Naturschutz und Gewässerpflege einsetzt.

„Es ist wirklich beeindruckend, was sie in 25 Jahren geleistet haben“, zollte er den Fischerfreunden seinen Respekt. „Sie haben einiges an Engagement und Zeit investiert. In Gewässerschutz genauso wie die Jugendarbeit“, so Geiger weiter. Am 14. Juni 1992 wurde der Verein gegründet. Von der ersten Stunde – bis heute – mit dabei sind Gewässerwart Walter Frank, Schriftführer Franz Heilmeier und „Multitasker“ Anton Lamprecht, die für ihre langjährigen Verdienste die Silberne Ehrennadel erhielten.

Die große Einsatzbereitschaft der Fischerfreunde hat auch Christian Gaisbauer in seinem Jahresrückblick dokumentiert: 177 Mitglieder – 142 Erwachsene und 13 Jungfischer – zählt der Verein. Von den 68 aktiven Fischern saßen und standen 55 beim Jahrestreffen dicht gedrängt im Vereinslokal „Zum Kramer“. Und hörten, wie positiv sich das Vereinsjahr darstellt: Das erfolgreiche Fischerfest „bei Kaiserwetter“, Gewässer- und Landschaftspflege: Überall waren die Fischer in großer Zahl am Werk. Mit einem Rekordbesatz von 30 ½ Zentnern schreibt der Verein 2016 Geschichte. Zander, Aale, Spiegelkarpfen, Nasen, Schleien und Futterfische setzte man, wie Gewässerwart Walter Frank berichtete, in den Vereinsgewässern ein. Sein Appell an die Mitglieder galt – fast möchte man sagen traditionell – der rechtzeitigen Rückgabe der Fangkarten. „Wenn’s Jahr gar ist, ist auch s’Fangjahr gar“, so die Frank’sche Faustformel.

Gefangen wurden 2016 mit 1040 Fischen zwar etwa 200 weniger als im Vorjahr. Aber das ist auch gut so: Denn einige Arten, wie etwa der Zander, brauchen laut Gaisbauer noch Zeit, um zu wachsen.

Zuwachs haben auch die Gewässer bekommen: Mit der Pacht des Birkenecker Weihers habe man, so Gaisbauer, einen „Riesenschritt“ gemacht. Die Neuerung kommt insbesondere den Jungfischern zugute, die nun ortsnah ins Metier hineinwachsen können.

Montage-Bindekurse, Hegefischen, der Bau einer Fischtreppe, das gemeindliche Ramadama, Zeltlager und Pokal- und Prinzenfischen standen, wie Jugendleiter Sebastian Griese berichtete, beim Nachwuchs auf dem Programm. Die „tolle Jugendarbeit“ belegen, so Gaisbauer, sechs Neuanmeldungen im Jahr 2016.

Weniger erfreulich ist indes die Situation am Gutbrodtweiher: Bis Oktober sollen sich Straßenbauarbeiten hinziehen, die den Fischereibetrieb massiv beeinträchtigen werden. Gaisbauer konnte aber nach Verhandlungen sicherstellen, dass zumindest die Zufahrt von Osten gewährleistet ist und benötigte Stellplätze erhalten bleiben. „Bitte aufpassen“, heißt es allerdings bei der Ausfahrt aus dem Gelände, denn hier ist Tempo 100 erlaubt. Der Verein will sich allerdings für ein Tempolimit von wenigstens 80 km/h einsetzen.

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