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Gut lachen hatten die hundert geladenen Gäste beim traditionellen Maibock-Anstich der CSU Hallbergmoos. Zum allseits beliebten Derblecken blieb der Applaus nicht aus.

Maibockanstich der CSU

Routinier Irlstorfer und sein Herausforderer

Hallbergmoos – Der CSU-Maibockanstich in Hallbergmoos war heuer besonders spannend. Würde erstmals eine Frau anzapfen? Würde die neue Ortsvorsitzende Tania Knieler es wagen? Und vor allen Dingen: Wen würde Maibockredner Erich Irlstorfer heuer nicht derblecken – und damit für unbedeutend erklären? Die Antworten lauteten: „Nein“ und „kaum jemand“.

Eigentlich hätte man Irlstorfer ja gar nicht gebraucht. Mit dem JU-Vorsitzenden Damian Edfelder trat nämlich ein Redner ans Pult, der ihm durchaus das Wasser reichen konnte. Der Maibock-Redner zollte dem Nachwuchs-Derblecker ausdrücklich Respekt im Saal vom Alten Wirt. Dass an Edfelder ein Kabarettist verloren gegangen ist, zeigte sich, als er sich bei seiner „Drei-Minuten-Rede“ als Nestbeschmutzer hervortat und – im Beisein seiner Mutter – darauf hinwies, dass er in seiner Kindheit „kulinarisch nicht unbedingt verwöhnt worden“ sei. Ein Brüller! Nicht zuletzt, weil Mutter Silvia Edfelder schwer engagiert ist in der CSU und den Maibock-Anstich organisiert.

Da musste sich Irlstorfer danach direkt anstrengen. Genau so wie der Ex-Ortsvorsitzende Oliver Tjarks beim Anzapfen. Was nach, ein, zwei platzierten Schlägen zunächst nach einer trockenen Angelegenheit aussah, spritzte doch noch ganz ordentlich, bevor der Wechsel festsaß.

Damit waren sie endgültig geschaffen, die Voraussetzungen für eine feucht-fröhliche Maibock-Verkostung. Noch dazu spielte Irlstorfer seine ganze Routine aus. Er sprach von der „Faszination Hallbergmoos“ und davon, dass allein die Mischung dieser Gerüche aus „Kerosin und Trebern“ Grund genug für ihn sei, gerne hierherzukommen. Er vergas weder Seitenhiebe in Richtung „schöner Sepp“ (3. Bürgermeister Josef Fischer) noch ließ er Grünen-Gemeinderätin Sabina Brosch ungeschoren davon kommen. Er dichtete ihr den Austritt aus der Partei an. Ganz nach dem Vorbild von Landespolitikerin Claudia Stamm, die kurz nach einem Besuch in Hallbergmoos selbiges getan hat. „Bleib sitzen, Reents“, empfahl er dem Rathauschef, nachdem er „Hallberg“ wegen seines Reichtums als „Paradies“ bezeichnet hatte. Knieler brandmarkte er als Frau mit „funkelnden Augen, feuchten Lippen“ und „Menschenfischerin“.

Die Stimmung war danach übrigens prächtig. Der süffige Maibock und die „Holledauer Hopfareisser“ trugen ihren Teil dazu bei.

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