Hier soll(te) das Wohnungsbauprojekt durchgezogen werden.
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Auf dieser grünen Wiese war das gemeindliche Wohnungsbauprojekt geplant, das kürzlich wieder gestoppt wurde.

Online-Pressegespräch der Sozialdemokraten

„Beerdigtes“ Wohnungsbauprojekt: Hallbergmooser SPD gibt nicht auf

Das kommunale Wohnungsbauprojekt an der Predazzoallee bleibt ein Dauerbrenner. Die SPD Hallbergmoos will sich den „Beerdigungsplänen“ nicht anschließen.

Hallbergmoos - Auch wenn der Gemeinderat das „Aus“ mit großer Mehrheit (17:4) beschlossen hat, ist es für die SPD noch längst nicht gestorben. Von einem „finanziellen Blindflug“, unterstrichen Fraktion und Ortsspitze in einem Online-Pressegespräch, könne nicht die Rede sein. Die Regierung von Oberbayern hat, dies hob Konrad Friedrich hervor, das Projekt auf Wirtschaftlichkeit und Plausibilität geprüft: „Da hat man offensichtlich keine finanziellen Unwägbarkeiten gefunden. Sonst hätte die Kommune doch überhaupt keinen Zuwendungsbescheid bekommen“, macht der Ex-Gemeinderat und Seniorenreferent geltend. 90 Prozent der Investitionskosten seien durch die Gelder – Zuschuss und Darlehen des Freistaats – gedeckt. Zehn Prozent bringe die Gemeinde mit dem Grundstück ein.

Kreilinger: Wasserproblematik ist eigentlich gar keine

Der überraschende Ratsentscheid hat Christiane Oldenburg-Balden kalt erwischt: „Es hätte eigentlich nur um Details und die Vergabekriterien gehen sollen.“ Nicht nachvollziehbar ist für Ortschef Max Kreilinger das angeführte Argument der teuren Wasserproblematik: Fast jedes Haus in Hallbergmoos wird doch ins „Wasser gebaut, das kann doch niemanden überraschen.“

Ist das Projekt noch zu retten? Die SPD drängt darauf und will die Chance auf keinen Fall vertun, ohne Eigenmittel günstigen Wohnraum zu schaffen. Und zwar an Ort und Stelle. „Eine schnelle Alternative an einem anderen Standort gibt’s nicht. Das würde uns schätzungsweise drei bis fünf Jahre zurückwerfen“, warnte Kronner. Angst vor Folgekosten hat er nicht: „Ich sehe nicht, dass die Kommune ein Mordsrisiko eingeht.“ Die Hausverwaltung könne man auslagern, die Kosten dafür auf die Mieter umlegen. Ein Mietzins von zehn Euro, der in 30 Jahren auf moderate 13 Euro steigt – danach suche man händeringend. In der Region seien schon jetzt 14 Euro keine Seltenheit.

Mehrgenerationen-Wohnen ist der SPD ebenfalls wichtig

Was den Genossen mindestens genauso wichtig ist: Das Mehrgenerationen-Wohnen am Tassiloweg. Als Seniorenreferent hat Friedrich es seinerzeit angestoßen. Wünsche der Bevölkerung, eine Seniorenbefragung und der Seniorenplan des Landkreises gaben den Anstoß. Zunächst lag der Fokus ausschließlich auf dem „Betreuten Wohnen“. Nun soll´s ein generationenübergreifendes Projekt mit 68 bezahlbaren Wohnungen werden. Ein Architekten-Wettbewerb wurde bereits durchgeführt.

ev

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