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Bessere Bedingungen sollen neben den Hallbergmooser AH-Kickern ab August 2018 auch die anderen VfB-Teams haben. Dann ist der neue Rasen im Stadion benutzbar.

Nach Fehlern bei der Bewässerung und Pflege

Stadion bekommt neuen Fertigrasen

Die Förderung von Sport- und Freizeitmöglichkeiten ist der Gemeinde lieb und teuer: In der letzten Sitzung des Jahres winkte der Gemeinderat ohne Aussprache eine Investition von knapp 110 000 Euro durch. Das Geld fließt in die Erneuerung des Rasens im Fußballstadion, der „durch“ ist.

Hallbergmoos – Vor sechs Jahren waren die Sportflächen im Sport- und Freizeitpark eingeweiht worden. Teil der Anlagen sind die Fußballfelder, die der VfB Hallbergmoos von der Gemeinde gepachtet hat. Der Verein ist auch zuständig für Pflege und Instandhaltung der Fußballplätze. Dabei sind, wie im Sitzungsbeiblatt ein Expertengutachten zusammengefasst wird, Fehler bei der Bewässerung und Rasenpflege passiert. Obschon, so der Hinweis aus dem Bauamt, in den Pflegetagebüchern des Vereins „keine Hinweise auf Problemstellen der Fußballrasenflächen“ zu finden sind.

Nichtsdestotrotz ist vor allem der Rasen im Fußballstadion „in einem sehr schlechten Zustand“. Und es bleibt nur eine vollständige Erneuerung zur Schadensbehebung: Ein Sachverständiger für Sportrasenpflege hatte drei Sanierungsszenarien ausgearbeitet. Er empfahl, den Stadionrasen abzutragen und einen Rollrasen mit mehr als 30 Millimeter Schälstärke – im Fachjargon Dicksoden genannt – zu verlegen. Kostenpunkt: etwa 140 000 Euro. Eine von der Kommune befragter zweiter Sachverständiger (Ingenieurbüro Baumann) hält eine Sanierung mittels eines Standard-Fertigrasens („Dünnsode“) für ausreichend. Dafür muss die Kommune nun 109 000 Euro in die Hand nehmen, weil sie laut Pachtvertrag für die Arbeiten „an Dach und Fach“ verantwortlich ist. Bei dieser Sanierungsmethode rechnet man mit einer Bauzeit von sechs bis acht Wochen. Der Gemeinderat gab diskussionslos und einstimmig grünes Licht für die Maßnahme, die in der Spielpause (Mai bis Mitte Juli 2018) von statten gehen soll.

Über kostengünstigere Sanierungsmaßnahmen – beispielsweise die Neuansaat des Rasens für 10 000 bis 40 000 Euro – war mit den Verantwortlichen des Vereins diskutiert worden. Da diese Methoden allerdings einige Monate, wenn nicht sogar Jahre in Anspruch nehmen, hätten man den Spiel- und Trainingsbetrieb von mindestens sieben „Großfeld-Teams“ (von 17 VfB-Mannschaften) auslagern müssen: „Voraussichtlich kann kein Verein im näheren Umkreis solch eine Anzahl an Mannschaften zur Miete über einen langen Zeitraum aufnehmen“, heißt es dazu von VfB und Bauamt.

Die Kosten für eine sechsmonatige Auslagerung schätzt man auf 19 000 Euro. Bei einem Stadionausfall drohe zudem der Wegfall von Sponsorengeldern. Der Schulsportplatz kommt als Ausweichdomizil nicht in Frage, weil er nicht als Spielort angelegt ist und die Mehrbelastung nicht trägt.

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