Präventiv soll ein Streetworker in Hallbergmoos arbeiten – damit solche Schmierereien nicht mehr auf der Tagesordnung stehen.
+
Präventiv soll ein Streetworker in Hallbergmoos arbeiten – damit solche Schmierereien nicht mehr auf der Tagesordnung stehen.

Mehr Präventionsarbeit

Immer mehr Vandalismus: Jetzt werden Streetworker für Hallbergmoos gesucht – und zwar dringend

In Hallbergmoos soll die Jugendarbeit gestärkt werden. Jetzt werden dringend Streetworker gesucht.

Hallbergmoos – Die Gemeinde will die aufsuchende Jugendarbeit stärken. Eine freie Streetworker-Stelle gibt es, doch Personal ist einfach nicht zu finden. Deshalb sucht man nun nach anderen Lösungen: Hallbergmoos würde gerne mit anderen Kommunen, dem Kreisjugendring oder externen Anbietern kooperieren. Der Gemeinderat befürwortete einen entsprechenden Antrag der Grünen.

Ausgangspunkt der Überlegungen waren, wie Sabina Brosch (Grüne) erläuterte, der zunehmende Vandalismus und Sprayer-Aktivitäten im Ort: „Da müssen wir präventiv tätig werden und nicht mit der Ordnungsmacht reinmarschieren.“ Brosch verwies auch auf Gespräche mit dem Geschäftsführer des Jugendwerks Birkeneck, Joachim Nunner, der für die „Nach-Corona-Zeit“ wachsende Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen prognostiziert.

„Die Jugend verdient mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung“

Dies bestätigen auch Beobachtungen von Michaela Reitmeyer (FW) im Sportpark, der sich zum nächtlichen Treffpunkt entwickelt habe. Dort sei vermehrt Alkohol („Ich rede nicht von Weinschorle“) im Spiel. Die Sozialreferentin unterstrich: „Die Jugend verdient mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung.“ Bisher steht Petra Michels, zuständig für die mobile Sozialarbeit, momentan allerdings ziemlich alleine da. In ihrer Arbeitszeit (20 Stunden) kann sie längst nicht alles abdecken, konzentriert sich aktuell verstärkt auf die aufsuchende Seniorenarbeit. „Der Bedarf für die aufsuchende Jugendarbeit ist aber definitiv da“, unterstrich sie in der Sitzung.

Jugendreferent Damian Edfelder (CSU) hat unter den Jugendreferenten im Landkreis schon mal seine Fühler ausgestreckt. Mit ernüchterndem Ergebnis: „Die Reaktion war gleich Null“. Auch die Nachbarn in Neufahrn, so Bürgermeister Josef Niedermair (CSU), können halt ihre Streetworkerinnen nicht mit Hallbergmoos teilen. „Sie haben keine Kapazitäten frei“, berichtete er von einem Gespräch mit seinem Amtskollegen Franz Heilmeier (Grüne). Deshalb, so die Ratsentscheidung, bemüht man sich nun um den Schulterschluss mit dem Landkreis und anderen Kommunen an. Anfragen will man unter anderem in Eching und Moosburg.

KJR München als Vorbild

Vorbild könnte auch, wie Ordnungsamtsleiter Michael Kirmayer aufzeigte, der Kreisjugendring München sein: Er beschäftigt die Streetworker, die dann je nach Bedarf in den Gemeinden arbeiten. Die Kosten tragen die Kommunen anteilig.

Eva Oestereich

Freising-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Freising-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Freising – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare