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Bis auf die Freisinger Straße staute sich der Verkehr zurück, der über den Tannen- und Ulmenweg den gesperrten Straßenabschnitt der FS 12 umfahren wollte.

Verkehrschaos nach Sperrung der Hauptstraße

Der Tag, an dem nichts mehr ging

Ein regelrechtes Verkehrschaos hat die Sperrung der Hauptstraße (Kreisstraße 12) verursacht. Die Ortsdurchfahrt von Goldach wird in drei Bauphasen bis Ende Oktober saniert. Seit Montag ist der Teilabschnitt zwischen der Neuwirt-Kreuzung (Einmündung Freisinger Straße) und Ulmenstraße gesperrt. Die Folge: In den Nebenstraßen ging’s drunter und drüber.

Goldach – Die Hauptstraße wird zum Großteil von Pendlern benutzt, die in den Morgen- und Abendstunden auf dem Weg von und nach München sind. Viele von ihnen wichen am Montag auf Tannen- und Ulmenweg aus. Über die mit Tempo 30 ausgeschilderten Nebenstraßen schlängelten sich massenweise Autos, Schwerlastverkehr und Busse. Auch der Linienverkehr (698, 691) wird über diese Route umgeleitet.

Eltern, die vom Tannenweg aus zwölf Kinder mit dem sogenannten „Walking Bus“ täglich gemeinsam zur Schule schicken, äußerten sich angesichts der heillos überlasteten Straßen und unübersichtlichen Situation besorgt. Zwar hatte sich die Lage Dienstaagfrüh, wie auch Ordnungsamt und Polizei bei einem Ortstermin um 7 Uhr feststellten, etwas entspannt. Doch man wird, wie Bürgermeister Harald Reents in der Gemeinderatssitzung auf die Frage eines Anwohners sagte, die Situation genau beobachten und gegebenenfalls mit Fahrverboten für Lkw in Tannenweg, Ulmenweg und Auenstraße reagieren.

Im Tannenweg ist Parken für zwei Stunden zulässig. Dadurch verengt sich die Fahrbahn an manchen Stellen auf nur eine Fahrspur. Der Idee, die Parkerlaubnis im Tannenweg vorübergehend aufzuheben, steht der Gemeindechef skeptisch gegenüber: „Dann wir schneller gefahren“, so Reents’ Befürchtung. Zugleich machte der Bürgermeister seinem Unmut Luft: Denn verantwortlich für die Straßenbauarbeiten und deren Auswirkungen ist der Landkreis Freising. „Wir hätten uns von dieser Seite mehr Engagement gewünscht“, unterstrich Reents am Dienstagabend. Stattdessen habe sich Hallbergmoos „eingespreizt“, um am 13. März Vertreter Landratsamt, MVV und Bauplaner zu Koordinierungsgesprächen an einen Tisch zu bringen. Über die Homepage, Einwurf-Handzettel, MVV-Fahrgastinfos und Hinweise in der Presse sei schließlich die Öffentlichkeit informiert worden. Allerdings, so heißt es aus dem Ordnungsamt der Gemeinde, haben nicht alle Subunternehmer des MVV die Informationen erhalten. Deshalb sei es am vergangenen Montag zu „einigen Verwirrungen“ gekommen.

Die Gemeinde weist nachdrücklich darauf hin, dass die Umleitung nicht über Ortsstraßen, sondern großräumig auf der B 301 und der B 388 über Eichenried, Moosinning, die Kreisstraße ED 5 nach Notzing und die ED 7 nach Notzingermoos führt. Bürgermeister Harald Reents will nun bei den zuständigen Straßenbehörden darauf drängen, die Umfahrung besser zu beschildern. „Selbstverständlich können sich Bürger jederzeit an uns wenden. Wir versuchen dann gemeinsam eine vertretbare Lösung zu suchen“, heißt es aus dem Rathaus.

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