+
Der erste öffentliche Auftritt der Zweitklässler anlässlich der Weihnachtsfeier der Grundschule war ganz schön aufregend für die Kleinen. 

Hallbergmooser Schüler lernen Ukulele

Der Tag des hüpfenden Flohs

Dieser Unterricht macht den Kindern so richtig Spaß. Kein Wunder, ist doch ordentlich Musik drin. Die Schüler lernen Ukulele, hatten sogar schon ihren ersten öffentlichen Auftritt.

Klein, bunt und klangvoll: Lehrerin Alexandra Simons mit einer Ukulele.

Hallbergmoos – Donnerstag ist in der Klasse 2b „Ukulele-Tag“, man könnte auch sagen: Tag des „hüpfenden Flohs“. Denn das bedeutete „Ukulele“, wenn man es aus dem Hawaiianischen ins Deutsche übersetzt. Lehrerin Alexandra Simons hat an der Grundschule ein außergewöhnliches Musikprojekt ins Leben gerufen. Musik ist, so sagt Simons, ein unheimlich wichtiger Bestandteil kindlichen Entwicklung. Mindestens genauso wichtig wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Und: Singen und Musizieren lockert den Unterricht und die Pausen auf, findet Simons. 

Auf der Suche nach einem passenden Instrument stieß die Lehrerin schließlich auf die Ukulele: Sie kommt aus Hawaii und bedeutet „hüpfender Floh“. Quasi eine Gitarre im Mini-Format. Seit September übt Simons täglich fünf bis zehn Minuten mit den Mädchen und Buben ihrer Klasse. Am Donnerstag, dem „Ukulele-Tag“, dann dauert der Musikunterricht auch mal länger. Da werden nämlich neue Griffe und Lieder einstudiert. Die Ukulele aber nur vier Saiten aus Kunststoff, die Kinderhände nicht einschneiden. Auch die Größe des Zupfinstruments eignet sich ideal für Kinder. Überdies ist sich einfacher als eine große Gitarre zu stimmen, der Ukulele lässt sich viel leichter ein harmonischer Klang entlocken. Ein C-Dur-Akkord gelingt mit einem Finger. Das macht es den Schülern leicht, binnen kurzer Zeit ein Lied zu erlernen, das bringt Motivation und Erfolgserlebnisse. Zwölf Ukulelen hat die Schule angeschafft, einige Eltern haben ihren Kindern ein Instrument gekauft. Die liegen nun immer griffbereit im Klassenzimmer. Auf den Hälsen kleben grüne, blaue und rote Punkte, die von Simons ausgewählten Lieder haben auf den Noten- und Textblättern ebensolche Punkte. Ums Noten-Lesen und -Lernen geht es Simons nämlich nicht - sondern um Freude am Musizieren. Am Wochenende dürfen die Kinder das Instrument mit nach Hause nehmen. „Die Ukulele ist ein für Kinder perfektes Instrument und macht ihnen unheimlich viel Spaß. Um später Gitarre zu lernen ist sie natürlich ideal, aber das muss ja nicht sein. Es geht um den Zugang zur Musik!“

Eva Oestereich

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Krieger- und Soldatenverein Gremertshausen bestätigt Lorenz Tüllmann als Vorsitzenden
Bei der Generalversammlung des Krieger- und Soldatenvereins Gremertshausen standen jetzt Neuwahlen an. Außerdem gab es ein großes Lob vom Bürgermeister.
Krieger- und Soldatenverein Gremertshausen bestätigt Lorenz Tüllmann als Vorsitzenden
BMW-Fahrer „im Grenzbereich“ demoliert Ikea-Parkhaus und flieht: Polizei hat schon eine Spur
Die Polizei rät dem unbekannten BMW-Fahrer, der es in einem Ikea-Parkhaus übertrieben hat, sich bald zu stellen. Die Aufklärungsquote liege bei über 90 Prozent.
BMW-Fahrer „im Grenzbereich“ demoliert Ikea-Parkhaus und flieht: Polizei hat schon eine Spur
Schön, wenn die „Jugend musiziert“
Die Vorbereitungen an der städtischen Freisinger Musikschule laufen auf Hochtouren: alles bereitet sich auf den 56. Wettbewerb „Jugend musiziert“ vor, der am Samstag, 2. …
Schön, wenn die „Jugend musiziert“
Die blinde Autorin Franzi Sgoff (22) hat ihr erstes Jugendbuch geschrieben
Sie hat sich einen Traum erfüllt: Franzi Sgoff hat ein Buch geschrieben. In dem Jugendbuch geht es um Liebe, Freundschaft, alltägliche Sorgen  und Blindheit. Denn die …
Die blinde Autorin Franzi Sgoff (22) hat ihr erstes Jugendbuch geschrieben

Kommentare