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Teilnehmerschwund und Verluste: Vhs Hallbergmoos blickt auf Jahr mit herben Einbußen zurück

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Sie hoffen auf bessere Zeiten: Monika Häusler (Vhs-Geschäftsführerin, l.), Cornelia Fischer (Musikabteilung, r.) und Bürgermeister Harald Reents (1. Vorsitzender der Vhs). © Oestereich

Ein reduziertes Kursangebot, Teilnehmerschwund, Verluste: Die Vhs Hallbergmoos hat mit herben Einbußen zu kämpfen. Auch die Eingliederung in die Gemeinde verzögert sich.

Hallbergmoos –  „Es war kein leichtes Jahr“, fasste Bürgermeister Harald Reents, Vorsitzender der Vhs, die zurückliegenden zwölf Monate zusammen. Vhs-Leiterin Monika Häusler war längerfristig ausgefallen, die Leiterin der Musikabteilung Cornelia Fischer in Elternzeit. „Die Vertreterinnen haben das Bestmögliche getan. Das kann aber 20 Jahre Erfahrung nicht ersetzen“, unterstrich Reents mit Blick auf die nun zurückgekehrte Vhs-Geschäftsführerin.

Der monatelange Ausfall bewährter Führungskräfte hat in der Bilanz deutliche Spuren hinterlassen: Weil es nur ein reduziertes Kursangebot gab, sanken die Teilnehmerzahlen drastisch von 2945 (2016) auf 1267 (2017). In der Musikabteilung machten sich zusätzlich Dozentenwechsel und -weggänge bemerkbar, die Schülerzahl sank auf 207 (zuvor 250). Weil das Gebührenaufkommen entsprechend niedrig ausfiel, musste die Vhs nun – um Verluste von 45 000 Euro abzufangen – ihre Rücklagen angreifen: „Ich fange jetzt quasi bei Null an“, zeigte Häusler anhand des Haushaltsberichts auf. Zuversichtlich stimmt sie die Zahl der Anmeldungen für das aktuelle Herbst- /Wintersemester, in dem 86 Dozenten 170 verschiedene Kurse anbieten: „Es liegen bereits 800 Anmeldungen vor“, sagte Häusler.

Die Rücktrittsdrohung vom Vorstand ist vom Tisch

Noch nicht soweit wie geplant ist man mit der für 2018 beabsichtige Eingliederung der Volkshochschule in die Gemeinde: Eine Arbeitsgruppe, so der Gemeindechef, arbeite gerade an einer „tragfähigen Lösung“. Wegen der Musikabteilung gebe es gewisse Besonderheiten und rechtliche Fragen zu beantworten. Die Rücktrittsdrohung des Vorstands, sollte die Eingliederung nicht schnell genug erfolgen, sei in jedem Fall vom Tisch. Reents bat um Geduld: „Bis Januar 2019 werden wir wohl noch nicht soweit sein.“ Es ist also noch offen, ob die Vhs im Jahr 2020 ihr 35-jähriges Bestehen als eigenständiger Verein oder unter der Trägerschaft der Kommune feiert.

An die Umsetzung eines Qualitätsmanagements, wie vom Dachverband gefordert, hat man sich nach Häuslers Worten indes schon gemacht. Zudem gibt es Überlegungen, die Volkshochschulen im südlichen Landkreis neu zu organisieren und Anmelde- und Verwaltungsverfahren zu koppeln. Damit würde, wie Häusler aufzeigte, das Kursangebot der beteiligten Volkshochschulen ein Stück weit attraktiver. Kurse, die wegen geringer Teilnehmerzahlen ausfielen, müsste man nicht absagen. Man könnte sie ortsübergreifend „füllen“. Die lokalen Geschäftsstellen will man erhalten, könnten aber urlaubs- und krankheitsbedingte Ausfälle besser kompensieren. „Wir stehen da aber noch ganz am Anfang“, unterstrich Ulrike Gietl, Leiterin der Volkshochschule Neufahrn.

Eva Oestereich

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