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Rappte in einem fast leeren Zelt: Davie Jones aus München.

School’s-Out-Party in Hallbergmoos

Überschaubares Interesse

War’s das jetzt mit der Hallbergmooser School’s Out Party (SOP)? Wie gewohnt, wollte man mit Kindern und Jugendlichen den Beginn der Sommerferien feiern. Doch für Veranstalter wie Besucher endete das Event mit einer großen Enttäuschung.

Hallbergmoos – Jahrelang war die SOP ein Publikumsmagnet: Hunderte von Kindern strömten auf den Rathausplatz, um ordentlich Party zu machen. Spieleparcours, Beautyoase, Aufführungen am laufenden Band begeisterten die Kids. Heuer nun ein gänzlich anderes Bild: Die SOP hatte man in den Sportpark verlegt und das Nachmittagsprogramm für jüngere Schüler deutlich abgespeckt. Keine Spiele und Aktionsstände, lediglich Crepes und alkoholfreie Drinks gab’s. Die Show mit 90 Tänzern der Ballettschule „Step by Step“ war noch einigermaßen gut besucht. Danach leerte sich das Partyzelt im Handumdrehen. Und nur noch wenige Kids wollten den Auftritt der eigentlich recht sehenswerten Ritter-Rost-Band miterleben.

„Man darf das durchaus als ein Art Provokation verstehen“, erklärte Robert Wäger die Situation: Der Arbeitskreis SOP zählte lange Zeit über 20 Mitglieder. Doch etliche junge Ehrenamtliche und deren Eltern sind nun dem Schulalter entwachsen. Der Arbeitskreis ist auf vielleicht fünf ehrenamtliche Mitglieder geschrumpft – und kann die Riesenparty schlicht und ergreifend nicht mehr stemmen.

„Wir hatten es im Vorfeld angekündigt, aber niemand hat sich bereiterklärt zu helfen“, beklagte Wäger das Dilemma. Lediglich der Hallbergmooser Jugendtreff war, wie der Organisator hervorhob, eine echte Stütze. Aber: „Wenn das hier weitergehen soll, brauchen wir junge Eltern, die sich im Arbeitskreis engagieren.“ Und: „Nur wer mitmacht, kann auch mitbestimmen.“

Heuer hatte man sich deshalb stärker auf die Abendveranstaltung für Jugendliche ab 14 Jahren konzentriert. Die Bands „Made of Blood“, „The Bengels“ und Drums to Magic Music“ spielten, bevor Davie Jones als Hauptact auf der Bühne kam. Aber auch hier: eine sehr überschaubare Fangemeinde. Mangels Zuschauern widmeten die Magic-Drummer Eddy Winter und Kenny Lessmann dem verstorbenen Großvater die funkensprühende Show. Und auch der Münchner Rapper Davie Jones, eine bekannte Szenegröße, machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: Trotz freiem Eintritt hatten nur 40 Fans den Weg ins Partyzelt gefunden.

Martina Wilkowski und Robert Wäger, Gemeinderäte und Hauptverantwortliche des Arbeitskreises, zeigten sich zerknirscht. Im Herbst wollen sie nun Bilanz ziehen – und sehen ob die School’s Out Party überhaupt noch eine Zukunft hat.

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