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Mit einem Blumenstrauß und der Ehrenurkunde wurde Veronika Sedlmeier (94) für 35-jährige VdK-Mitgliedschaft (davon viele Jahre als Vorstandsmitglied) von VdK-Vorsitzender Bärbel Brenner (l.) und Vereinsreferent Heinz Bergmeier geehrt.

Jahreshauptversammlung in Hallbergmoos 

VdK-Chef empört: Fehlen der Verbandsspitze ist eine „Frechheit“

Hallbergmoos - 70 Jahre VdK-Ortsverband Hallbergmoos: Dieses Jubiläum wurde im Herbst vergangenen Jahres gefeiert – allerdings ohne Vertreter der Verbandsspitze. Der Stachel sitzt tief.

In harschen Worten legte Vereinsreferent Heinz Bergmeier den Finger in die Wunde – und rügte das Fernbleiben der Verbandsspitze: „Eine Frechheit“ sei das Ausbleiben von hochrangigen Verbandsvertretern. „Das Ehrenamt gehört gewürdigt“, so seine Haltung. Mit 445 Mitglieder ist der VdK der drittgrößte Verein der Gemeinde, der großartige Basisarbeit in sozialen Belangen leiste. Allein 2017 konnte man 36 neue Mitglieder gewinnen. Gut 90 Mitglieder hatten sich nun zur Jahreshauptversammlung im Neuwirt versammelt – fast genauso viele im Vorjahr zur Feier des Vereinsjubiläums: Die überschaubare Teilnehmerzahl beim Gründungsfest, das man mit so großem Aufwand vorbereitet und durchgeführt hatte, schmerzte auch die Verantwortlichen. Dennoch schlug die Vorsitzende Bärbel Brenner versöhnliche Töne an: Man wolle nicht nachtarocken, sondern stolz auf das Erreichte sein – und nach vorne schauen.

Erfolgreich eingesetzt hat sich der VdK-Ortsverband beispielsweise für die Barrierefreiheit in der Kommune: So wurden im vergangenen Jahr Behinderten-Parkplätze in der Ortsmitte eingerichtet. Konrad Friedrich, Seniorenreferent der Kommune, lobte die guten Zusammenarbeit: „Wir bekommen wahnsinnig viele Anstöße aus den Reihen des VdK, sei es in puncto Barrierefreiheit oder Betreutes Wohnen.“ Bei den Planungen für das Wohnbauprojekt im Jägerfeld-West sei die Kommune nun auf der Zielgeraden.

Wie notwendig und wirksam die Arbeit des Sozialverbands ist, zeigt der stellvertretende Kreisvorsitzende Johann Pfleger auf: Der Kreisverband betreue aktuell 5937 Mitglieder (+2,45 %). Allein 3817 Beratungstermine für die Bereiche Rente, Sozialversicherung, Gesundheit, Behinderung und Pflege weise die Statistik aus. Hinzu kämen Anträge, Widersprüche und Klageverfahren. „Man muss alles erstreiten“, sagte Pfleger. Gute Ansätze sieht der stellvertretende Kreischef im Koalitionsvertrag der neuen Regierung, zweifelt aber daran dass die vereinbarten Maßnahmen ausreichen werden, den chronischen Pflegenotstand zu beseitigen.

Umfangreiche Basisarbeit leistet der Ortsverband: Schriftführer Alfred Braun berichtete von zahlreichen Kranken-, Senioren- und Geburtstagsbesuchen, einem regen Vereinsleben mit gut besuchten Stammtischen, Ausflügen, Reisen und Teilnahmen an gesellschaftlichen Terminen (Fronleichnamsprozession, Volksfesteinzug, Volkstrauertag). Ein großer Erfolg war einmal mehr die Haussammlung.

Mit Blick auf die im Jahr 2020 anstehenden Neuwahlen der Vereinsspitze, bat Bärbel Brenner um Unterstützung: „Bis auf zwei Vorstandsmitglieder werden alle altersbedingt ausscheiden.“

Eva Oestereich

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