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Egal, ob größer oder kleiner als 50 Zentimeter: Auf dem Fußweg östlich der Goldach müssen künftig alle Hunde beim Gassigehen angeleint werden.

Leinenpflicht im Goldachpark ausgeweitet

Wenn die freilaufenden Zamperl in Halbergmoos Ärger machen

Freilaufende Hunde auf Wiesen und Wegen: Dieses Thema hat einmal mehr die Politik beschäftigt. Jetzt hat der Gemeinderat – aus gegebenem Anlass, wie es hieß – die Leinenpflicht im Goldachpark ausgedehnt. Künftig müssen auch Zamperl auf dem Fußweg östlich der Goldach beim Gassigehen angeleint werden.

Hallbergmoos – „Leider ist es in letzter Zeit vermehr zu Problemen gekommen“, lässt die Kommune in der Sitzungsvorlage verlauten. Der Fuß- und Radweg werde als Verbindungsachse zwischen dem Ortsteil Goldach und Schulen, Rathaus und Ortsmitte von vielen Passanten genutzt. Diese seien nun vermehrt von freilaufenden Hunden belästigt worden, heißt es aus dem Rathaus. Auch angrenzende Äcker seien durch die Vierbeiner, die ihr Geschäft dort verrichtet haben, „beschädigt“ worden. Hinweisschilder entlang des Wegs mit der Bitte um Rücksichtnahme seien mit nur „mäßigem Erfolg“ beachtet worden.

Deshalb greift die Kommune nun durch: Wie bereits im Goldachpark gilt nun ein uneingeschränkter Leinenzwang für alle Hunde – gleich welcher Größe im Abschnitt zwischen dem Friedhof Goldach und dem Weidenweg. Verstöße will die Kommune, wie Bürgermeister Reents unterstrich, rigoros mit Verwarnungsgeldern ahnden.

„Rechtlich sind wir auf der sicheren Seite. Unsere Satzung ist hieb und stichfest“, verwies Herbert Kestler (Leiter Bürgermeisterbüro) auf die Gefahr drohender Beißattacken auf, speziell auf Kinder auf dem Schulweg. Im übrigen, bebauten Ortsgebiet gilt der Leinenzwang nur für Hunde ab 50 Zentimeter Schulterhöhe.

Christian Krätschmer (CSU) äußerte sein Unverständnis, warum Hundehalter zwar die Tüten für die Beseitigung des Hundekots benutzten, sie dann aber in der Landschaft und nicht in den vorgesehenen Mülleimern entsorgen. Einzig Sabina Brosch (Grüne) brach eine Lanze für die Zamperl und ihre Besitzer: „Der ewige Schrei ‚Obrigkeit handle’, das regt mich schön langsam auf. Man muss nicht alles reglementieren.“ Viele sinnvoller und wirksamer sei es, so ihre eigene Erfahrung als Hundehalterin und regelmäßige Besucherin des Goldachparks, undisziplinierte Hundebesitzer anzusprechen, die sich nicht an die Regeln halten. „Da muss man doch Manns genug sein und nicht gleich zur Gemeinde rennen.“

Ganz abgesehen davon: Chipstüten, Zigaretten, Scherben gibt’s zu Hauf im Park, wie Brosch berichtete. Über diesen Müll rege sich offenbar niemand auf. Der Gemeindechef konterte: „Das Verbots gibt’s auch.“ Die persönliche Ansprache gegenüber undisziplinierten Hundebesitzern habe, so Reents’ Kenntnisstand, „leider zu heftigen Reaktionen bis hin zur Gewaltandrohung“ geführt.

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