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Steiler Aufstieg: Sklave Josef (Jakob Graf) wurde bald zweithöchster Mann des Staates.

Evangelische Kirchenjugend Hallbergmoos

Werbung pur für gelebte Religion

Thomas Bachmann, ehemaliger Pfarrer der Gemeinde, hat die Musical-Reihe der evangelischen Kirchenjugend ins Leben gerufen. Mit zwei mitreißenden Aufführungen von „Josef“ feierte man nun zehnjähriges Jubiläum.

Hallbergmoos Die alttestamentarische Geschichte von Josef ist heute so aktuell wie damals: Es geht um Neid, Krisen, Hoffnung und Träume. Als Vorlage diente die biblische Gestalt Josef – gespielt von Jakob Graf –, der von seinen eifersüchtigen Brüdern an Sklavenhändler verkauft wird, später unschuldig im Gefängnis landet, schließlich zum zweithöchsten Mann des Landes aufsteigt – und unerschütterlich an seinem Glauben an Gott, Liebe und Versöhnung festhält.

Die Jugendlichen der Emmaus-Kirche interpretierten die Geschichte herrlich lebhaft und im modernen Gewand mit nachdenklich stimmenden, aber auch fröhlichen Szenen. Kurzum: Werbung pur für gelebte Religion.

Freche Dialoge, poppige Arrangements und originelle Einlagen wechseln sich ab. Im Handumdrehen spielten, sangen und tanzten sich die Jugendlichen im Alter von zehn und 17 Jahren in die Herzen der Zuschauer. Begleitet wurden die Sänger von einer sechsköpfigen Live-Band mit Solo-Violine und Flöte unter Federführung von Ramona Mebus.

Gut anderthalb Monate haben die 39 Akteure für das Jubiläumsmusical geprobt. Belohnt wurden sie für ihre herausragenden Leistungen mit stehenden Ovationen. Für André Spindler, der das Stück ausgesucht hat und zum fünften Mal als Musical-Organisator alle Fäden in Händen hielt, passt das Stück in die Zeit. „Es dreht sich um Familie und Gemeinschaft, wie wir miteinander, mit Neid und Missgunst umgehen und dass man an Träume glauben soll.“ Die schauspielerische Inszenierung übernahm Karin Eigeldinger: „Spannend! In wenigen Wochen entwickeln sich die Kinder enorm.“ Erst seien sie schüchtern, nach dem Herantasten an die Rolle nehme das Selbstbewusstsein zu. Dann seien sie stolz, die Rolle zu beherrschen.

Für den Chor war Tabea Scholz zuständig, bekannt feinfühlig und mit erfrischendem Elan. Ebenso engagiert: Patrizia Volkmar, die die Tanzeinlagen einstudierte; herausragend der „Kochlöffeltanz“ der Hausangestellten des Pharaos. „Es ist ein umwerfendes Team von 85 Personen, die für das Musical gearbeitet, Zeit und Liebe eingebracht haben“, freute sich Pfarrerin Juliane Fischer.

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