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Schwarze Kleidung und gelbe Schals sind ihr Markenzeichen, moderne christlichen Musik ihre Leidenschaft: Der Modern Gospel Chor feierte nun mit einem „Best of“-Konzert und Grillfest sein zehnjähriges Bestehen.

Singen, swingen, beten

Zehn Jahre Modern Gospel Chor Hallbergmoos: „Baustein für eine offene, moderne Kirche“

Singen, swingen, beten: In der Emmauskirche funktioniert Gottesdienst genau so. Das liegt nicht zuletzt am Modern Gospel Chor, der jetzt zehn Jahre alt wird.

Hallbergmoos – Pfarrerin Juliane Fischer wechselt mit Chorleiter Markus Bauer einen kurzen Blick, dann ein Schnipsen, er greift in die Tasten und los geht’s: Der Modern Gospel Chor stimmt „Come let us sing“ an, die im Gotteshaus versammelten Menschen grooven, klatschen und singen mit. Seit zehn Jahren ist der Chor nun die Stimme der evangelischen Kirchengemeinde. Ein guter Grund zu feiern.

„Ist es nicht toll, den Modern Gospel Chor zu haben?“ Pfarrerin Juliane Fischer geriet beim Jubiläumsgottesdienst ins Schwärmen. Ein wichtiger „Baustein für eine offene, moderne Kirche“ seien die Sänger, der „Organismus Chor“ mit all seinen Gliedern, Stimmen, Charakteren und Generationen eine Musterbeispiel für die kirchliche Gemeinschaft: Sie funktioniert, wenn sie von vielen Menschen getragen wird, die aufeinander hören und achten, Schwächen auffangen, Gaben und Talente stärken. „Verschieden und doch miteinander unterwegs“, so wie Paulus seine Vision von Kirche beschrieben habe. „Beim Singen wird unser Herz weich“, sagte Fischer in ihrer Predigt.

Ivo Brezina gab zuerst den Takt vor

Dass man mit Musik die Menschen besser erreicht, das haben Fischers Amtsvorgänger Thomas Bachmann und seine Frau Renate vor zehn Jahren erkannt: In ihrem Bestreben, Kirche attraktiv zu gestalten, waren sie es, die innovative Konzepte, frischen Wind und moderne Musik in die evangelische Gemeinde brachten. 2009 gründeten sie den Gospelchor und fanden mit Ivo Brezina einen Mann, der den Takt vorgab. Beim Jubiläumsgottesdienst saßen nun alle drei in der Emmauskirche – und zeigten sich hingerissen, von dem, was Chorleiter Markus Bauer (25) da präsentierte.

Der Stil und die Musikrichtung, erkannte Brezina, hat sich ein wenig geändert: Früher gab’s mehr christlichen Pop und Rock zu hören, heute tendiert das Repertoire stärker in Richtung Gospel. „Markus Bauer bringt neue Ideen, seine Persönlichkeit und seinen eigenen Stil ein“, schwärmte Thomas Bachmann. „Er weiß genau, was zu dem Chor passt. Das ist brillant,“ lobte Renate Bachmann. Seit 2013 leitet der 25-Jährige nun schon den Chor, der bei Gottesdiensten, Taufen oder Hochzeiten auftritt. Und auch Konzerte gibt. Einmal im Jahr, wenn sich’s einrichten lässt – wie 2015 das Rockoratorium „Eversmiling Liberty“ oder große, gemeinsame Konzerte mit dem befreundeten Stockdorfer Chor „Wings of Joy“.

Markus Bauer ist der Chor „sehr ans Herz gewachsen“

Bauer ist in Erding groß geworden. Seine Chorleiter-Karriere startete er mit einer Ausbildung beim Bayerischen Sängerbund. Gerade hat er an der Hochschule für Musik und Theater in München seinen Bachelor-Abschluss gemacht. Im Herbst steht noch die Staatsprüfung für das Lehramt (Schulmusik) an. Er spielt Klavier und Horn, leitet verschiedene Chöre und tritt mit seinem Bruder Andreas Begert als Jazz-Duo auf. Ein viel beschäftigter Mann also. „Der Montagabend ist aber fix für den Modern Gospel Chor reserviert. Der ist mir sehr ans Herz gewachsen“, unterstrich Bauer. Da wird nämlich geprobt. Vier Sängerinnen und Sänger sind von Anfang an dabei. Alle anderen sind im Laufe der Jahre dazugestoßen. Auf 20 Ensemblemitglieder kann Bauer zählen. Sie alle schwärmen nicht nur von der Musik, dem gemeinsamen Singen, sondern auch von der engen Freundschaft, die sie verbindet. Eva Oestereich

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