Blick auf das freie Feld, das für Schule und FFW-Haus reserviert ist.
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Auf diesem 3,2 Hektar großen Areal in Goldach sollen die zweite Grundschule und das neue Feuerwehrhaus entstehen.

FNP-Änderung stellt Weichen für sechs gemeindliche Flächen

Zweite Hallbergmooser Grundschule: Endlich hat man einen Standort gefunden

Einige Jahre hat die Gemeinde nach einem geeigneten Standort für eine zweite Grundschule gesucht. Nun hat man sich festgelegt: Das neue Schulhaus soll in Goldach entstehen.

Hallbergmoos - Für insgesamt sechs Flächen im Ortsgebiet hat der Gemeinderat mit der nun angestoßenen Flächennutzungsplanänderung die städtebaulichen Weichen neu justiert: Die „Fläche G“ mit 3,2 Hektar ist für die zweite Grundschule, das neue Goldacher Feuerwehrhaus und für Wohnen reserviert. Bisher war die Fläche als Bereich für Wohnen und Grünflächen ausgewiesen.

Dass das neue Hallbergmooser Feuerwehrhaus an der Predazzoallee gebaut werden soll, ist schon geraume Zeit bekannt. Eine entsprechende FNP-Änderung schafft dafür die Basis: Die Fläche „B“ nördlich der Dornierstraße bis zur Maximilianstraße umfasst 3,8 Hektar. Zwischen Graben und der Straße „Am Söldnermoos“ wird im östlichen Bereich für die Feuerwache eine Gemeinbedarfsfläche festgesetzt. Eine Gewerbefläche liegt westlich des Grabens. Östlich der Kochstraße und nördlich der Predazzoallee ist ein allgemeines Wohngebiet dargestellt. Westlich der Kochstraße und nördlich der Predazzoallee soll die Darstellung als Mischgebiet erfolgen.

Ein „Problembereich“, der ausgeklammert wird

Nach längerer Diskussion wurde ein „Problembereich“ allerdings ausgeklammert: Das „Mittelstück“ zwischen den beiden Wasserläufen. „Wenn wir das überplanen, verteuern wir die Grundstückspreise ohne zu wissen, wo wir hinwollen“, hatte Rudi Zeilhofer (CSU) zu bedenken gegeben. Christian Krätschmer (CSU) und Thomas Henning (FW) deuteten in der Debatte die Option einer „überregionalen Schule“ an.

Gegen eine „Insellösung“ sprach sich indes Stefan Kronner (SPD) aus. Auch Marcus Mey (CSU) protestierte vehement: „Hier sind massivste Partikularinteressen im Spiel. Es ist nicht in Ordnung, dass gewisse Leute hier offenbar mehr wissen als andere.“ Bauamtsleiter Frank Zimmermann gab Mey Recht: Es dürfe bei der Entscheidung nicht um eine mögliche Aufwertung eines Grundstücks gehen. Die Mehrheit (16:7) sah es anders – und entfernte das „Mittelstück“ aus der Planänderung.

FMG leistet Beitrag zur Entlastung des Wohnungsmarktes

Mit Rücksicht auf die hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum hat die Kommune den Flächennutzungsplan für ein Wohnbauprojekt der Flughafen München GmbH angepasst und Flächen (rund vier Hektar) für das „Wohnquartier Ludwigstraße“ (F) aufgenommen. Mit dem Projekt, so heißt es aus dem Rathaus, leiste die FMG einen Beitrag zur Entlastung des Wohnungsmarktes in der Flughafenregion. Außerdem wurden nördlich und südlich der verlängerten Predazzoallee 7,5 Hektar als Wohngebiet festgelegt.

Der hohen Nachfrage nach Gewerbeflächen trägt die Kommune mit der Ausweisung eines Gewerbegebiets mit 31,3 Hektar südlich der Dornierstraße Rechnung (Gebiet C). An der Verlängerung der Predazzoallee (Plangebiet A) sind auf ca. 7,5 Hektar im FNP Wohngebiete und Grünflächen ausgewiesen.

Genügend Platz für eine Solaranlage

Für die Errichtung einer Freiflächen-Fotovoltaikanlage wird eine Trasse im nördlichen Ortsbereich (D) angepasst: Der Arbeitskreis Nachhaltigkeit hat die Potentiale untersucht. Nun soll ein 110 Meter langer Streifen entlang der S-Bahn-Gleise verlaufen. Die Gemeinde muss die Herausnahme der Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet erst noch beim Landratsamt beantragen. Zur Entlastung des Kreisverkehrs an der B 301/Ludwigstraße ist ein (südlicher) Bypass in Planung. Die entsprechende Fläche (E) wurde in der FNP-Änderung neu dargestellt.

Eva Oestereich

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