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Da drückt des Bürgers Schuh: die Verkehrsführung seit Sanierung der Hauptstraße ist ein großes Problem.

Bürgerversammlung Hallbergmoos

Vorzeigegemeinde kann dank 63 Millionen sorgenfrei investieren

Jammern kennt man in Hallbergmoos schon lange nicht mehr. Das Gemeindesäckel ist gut gefüllt, Soll- und Pflichtaufgaben können, soweit es die Personaldecke zulässt, erledigt werden. Den Bürger drückt der Schuh woanders: beim Straßenverkehr.

Hallbergmoos - Die Sanierung der Hauptstraße zwischen Neuwirt-Kreuzung und S-Bahn erregt die Gemüter schon seit der Sperrung des ersten Bauabschnitts. Trotz beschilderter Umleitung suchen sich die Autofahrer Ausweichstrecken durch Hallbergmoos. Gar nicht geht laut Bürger Bernhard Grichtmair, dass der Tannenweg nur noch für Anlieger frei sein soll, der dort ein Halteverbot forderte, damit der Verkehr ungestört fließen könne. Die Auenstraße zur Ausweichstraße zu machen „erfolgte nicht unüberlegt“, konterte Bürgermeister Harald Reents: „Diese Straße ist aufgrund der dortigen Parkregelung und Verkehrsführung besser geeignet.“ Nicht zu lösen scheint wohl das Problem, dass es in der Ludwigstraße bei Stoßzeiten zu massiven Staus komme.

„Der überörtliche Verkehr sollte eigentlich gar nicht nach Hallbergmoos herein“, betonte Reents. Bevor die Sanierung an der Hauptstraße mit dem zweiten Bauabschnitt jedoch weiterrücke, werde er intensive Gespräche mit dem Landratsamt führen müssen. So wie bisher agiert werde, gehe es nicht „und das muss sich ändern“.

Seit Jahren ist Hallbergmoos eine Vorzeigekommune, über die sich auch der Landkreis Freising freuen kann. Denn die Moosgemeinde spült über die Kreisumlage rund 16 Millionen Euro in die Kreiskasse. Wie „potent“ eine Gemeinde ist, spiegelt sich am Besten in den Investitionen wider. Obwohl Kämmerer Thomas Grünung „für das Jahr 2018 einen moderateren Ansatz gewählt hat“, hat man laut Reents im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr eingenommen – insgesamt 63 Millionen Euro. Davon werden mehr als 40 Millionen investiert in Grunderwerb, aber auch den kommunalen Wohnungsbau, das Betreute Wohnen, den Um- und Ausbau des Rathauses, die Erweiterung des Kinderhauses und den Interimshort sowie die Nordumfahrung.

Bezahlt werden kann das dank der Gewerbesteuereinnahmen von 38 Millionen sowie der Einkommenssteuer, die 27 Prozent der Einnahmen ausmacht. Da die Gemeinde kontinuierlich wächst, steigen auch die Aufgaben im sozialen Bereich: neue Krippenplätze entstehen mit dem Kinderhaus im Jägerfeld, der Kindergarten Wolkenschlösschen wird aufgestockt und ein weiterer Hort in Grundschul-Nähe gebaut, um den Bedarf zu decken.

Darüber hinaus leistet sich die Gemeinde zahlreiche freiwillige Leistungen, wie etwa die Schulsozialarbeit, die Mittagsbetreuung sowie diversen Förderunterricht. Und auch wenn Hallbergmoos eine junge Gemeinde ist, vergisst man nach Worten von Reents die Senioren nicht. Die Einladungen zum Volksfestnachmittag und der Weihnachtsfeier würden hervorragend angenommen, das Betreute Wohnen schreite mit dem Architektenwettbewerb voran.

20 Familien habe die Gemeinde durch die Erschließung des Baugebiets Jägerfeld-West glücklich machen können. „Die ersten haben bereits mit Bauen begonnen, und auch wenn es manche nicht wahrhaben wollen, die Vergabe der Grundstücke erfolgte absolut rechtmäßig“, bekräftigte Reents. Mögen einige auch fremdländische Namen haben – „die wohnen zum Teil schon länger in Hallbergmoos als ich alt bin“.

Sabina Brosch

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