Ist die PV-Anlage sicher und effizient? Das überprüfen die Profis.
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Ist die PV-Anlage sicher und effizient? Das überprüfen die Profis.

Neuerungen im EEG bringen Vorteile 

Effizienz von Photovoltaikanlagen sicherstellen

Seit Beginn dieses Jahres profitieren Besitzerinnen und Besitzer einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) von Verbesserungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Die Leistungsgrenze einer Anlage, ab der eine anteilige Umlage bei Eigenverbrauch gezahlt werden muss, wurde zum 1. Januar 2021 angehoben. „Die eigene Stromerzeugung lohnt sich jetzt also noch mehr“, stellt Andreas Habermehl vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) fest. „Wichtig ist aber, dass die PV-Anlage regelmäßig fachgerecht kontrolliert wird, idealerweise, bevor sie mit der beginnenden Sonnensaison wieder voll im Einsatz ist. Das garantiert, dass die Anlage sicher und so effizient wie möglich arbeitet und die VDE-Norm zuverlässig erfüllt ist.“ Den sogenannten E-Check PV bieten qualifizierte Innungsfachbetriebe an.

Auch mit Blick auf die Änderungen im EEG 2021 ist die regelmäßige Überprüfung der Photovoltaik-Anlage auf dem Hausdach sinnvoll. Diese Neuerungen beinhalten unter anderem, dass Betreiberinnen und Betreiber von Solaranlagen mit einer Leistung von maximal 30 kW beziehungsweise einem jährlichen Eigenverbrauch von maximal 30 Megawattstunden keine EEG-Umlage für den selbst verbrauchten Strom mehr zahlen müssen. „Je effizienter die Anlage arbeitet, desto besser kann diese Freigrenze ausgereizt werden“, erklärt Habermehl. „Entgegen ersten Entwürfen zum neuen EEG betrifft das nicht nur neue, sondern auch alte Anlagen.“ Die Umstellung der Anlagen auf Eigenverbrauch, bei denen die Förderung jetzt ausläuft, muss von einer Elektrofachkraft durchgeführt werden.

Die Fachleute wissen, wie einzelne Komponenten der PV-Anlage aufeinander abgestimmt sein müssen.

Beim professionellen E-Check PV überprüft die Elektrofachkraft die Solarmodule, das Montagesystem, den Wechselrichter, die Verkabelung und den Stromspeicher auf ihren ordnungsgemäßen Zustand und ihre Leistungsfähigkeit. Sollte die PV-Anlage eine erhöhte Verschmutzung aufweisen, ist es sinnvoll, die Module von Schmutz und Ablagerungen zu befreien. Dies sollte unbedingt dem Fachmann überlassen werden, der hierfür ein spezielles Reinigungssystem verwendet, welches das Verkratzen der Glasflächen verhindert.

Dank Prüfplakette auf der sicheren Seite

Neu errichtete PV-Anlagen und Speicher sollten grundsätzlich über das PV-Anlagenprotokoll beziehungsweise Speicherprotokoll ordnungsgemäß dokumentiert und geprüft werden. Damit haben Eigentümerinnen und Eigentümer einen Qualitätsnachweis und eine fundierte Grundlage für die spätere Wartung und Instandhaltung. Denn anhand des Protokolls erkennen Fachleute sofort, welche Komponenten verbaut und wie die Anlage verschaltet ist; das erleichtert ihre Überprüfung.

Die Profis testen in regelmäßigen Abständen die Funktions- und Leistungsfähigkeit der Photovoltaikanlage und kontrollieren die Wirksamkeit der Schutzeinrichtungen gegen elektrischen Schlag und Überspannung. Die E-Check-PV-Plakette und das zugehörige Prüfprotokoll bestätigen den ordnungsgemäßen Zustand. Damit sind Eigentümerinnen und Eigentümer im Ernstfall auch vor eventuellen Schadensersatzansprüchen geschützt. Zudem beugen sie mit der regelmäßigen Überprüfung möglichen Schäden oder Ausfällen vor und vermeiden teure Reparatur- oder Ersatzkosten.

Regelmäßige Kontrolle für maximalen Stromertrag

Der Fachbetrieb inspiziert die Anlage auch hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit. Mit der Überprüfung von Verkabelung, Modulleistung, Wechselrichter, Software und nachträglich entstandener Verschattung kann die Effizienz der PV-Anlage optimiert und das volle Potential ausgeschöpft werden. Zudem beraten geschulte Fachleute auch zum sinnvollen Energiemanagement und zeigen Lösungen auf, wie sich Energieerzeugung, Speicherung und Verbrauch aufeinander abstimmen lassen. Damit werden elektrische Geräte wie zum Beispiel die Wärmepumpe oder die Ladestation des E-Autos automatisch erst eingeschaltet, wenn genügend Sonnenstrom zur Verfügung steht oder im Speicher ausreichend Energie vorhanden ist. Das erhöht zusätzlich den Eigenverbrauch, reduziert damit die hohen Bezugskosten des Stroms und steigert die Wirtschaftlichkeit der gesamten Anlage.

(Zveh)

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