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Vom Spatenstich bis zur Bauabnahme

Haus und Garten Freising: Planen, Bauen, Wohnen

Sie glauben nicht, worauf ich bei meinen Recherchen zu diesen Beilagen stoße. Dieses Mal sind es die Wohnpsychologen, Hausbau-Coaches und Hausbau-Mediatoren, die es mir angetan haben. Klingt lächerlich? Von wegen!

Die Szenerie ist keine unbekannte: Sie will bodentiefe Fenster und eine offene Küche. Er will unbedingt Tapeten, die wiederum für Sie ein „no go“ sind. „Aber dann bekomme ich einen großen Kamin“, setzt er entgegen.

Es ist das alte Spiel von Fordern, Durchsetzen, Nachgeben, Ausloten, wer „der Stärkere ist“. Das gilt auch beim Hausbauen und kann für eine Beziehung durchaus eine Bewährungsprobe darstellen. Wurde im Vorfeld die Frage, ob in der Stadt oder auf dem Land sich niederlassen, geklärt, ist es dann vor allem das Innenleben des gemeinsamen Heimes, das die Geister scheiden lässt. Hat „Sie“ sich früher mit ihren besten Freundinnen getroffen und sich dort über ihren Mann ausgeheult, haben sich die Jungs beim Zug durch die Gemeinde beruhigt. Doch das geht anscheinend heute nicht mehr. Denn wofür gibt es sonst die Wohnpsychologen, Hausbau-Coaches oder Mediatoren? Und die sind ja auch noch gut beschäftigt! Frau/Mann darf dann jeder für sich einen Themenkatalog mit seinen Bedürfnissen und Interessen aufstellen. „Also: In der Küche hätte ich gerne eine großen Kühlschrank und einen Gasherd, weil ich gerne koche . . .“. Tja, das hätte man in einer guten Beziehung ja schon vorher merken können, dass der eine gerne kocht, oder nicht? Da bedarf es dann keines Hausbaus mehr, damit sich die Beziehungskrise „zementiert“.

Na ja, mir soll es egal sein, ob mit oder ohne Hausbaucoach wünsche ich allen Häuslesbauern wieder viel Spaß beim Lesen und dass es niemals heißt: „Haus und Vorbei!“

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Haus und Garten Freising: Impressionen

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