Heimkehr eines reuigen Sünders

Flughafen – Ein „besonderes Früchtchen“ nahmen die Beamten der Bundespolizei am Montagabend am Flughafen nach seiner Rückkehr aus Dubai fest. Gegen den 23-jährigen Deutschen lagen zwei Haftbefehle vor.

15 mal hatten verschiedene Staatsanwalten schon versucht, den Aufenthaltsort des Mannes zu ermitteln – vergeblich.

Mit Recht und Gesetz schien der 23-Jährige auf Kriegsfuß zu stehen. Der erste Haftbefehl des Amtsgerichts Memmingen aus dem Jahr 2012 lautete auf Fahren ohne Fahrerlaubnis und Computerbetrug. Ein paar Tage danach buchte sich der 23-Jährige 3 800 Euro von einem Geschäftskonto auf sein eigenes Konto, ohne dafür berechtigt zu sein. Zu diesem Zeitpunkt hatte der junge Mann bereits Bewährung auf eine zweijährige Jugendstrafe aus dem Jahr 2010 wegen Betruges und Urkundenfälschung.

Da der Verurteilte nicht aufzufinden war, erließ das Amtsgericht Memmingen sogar einen Europäischen Haftbefehl. Seit 2011 suchten die Staatsanwaltschaften Memmingen, Ellwangen und Hamburg nach dem Mann. Jetzt hatte ihn wohl die Reue gepackt. Er habe von den Haftbefehlen gewusst und sei nach Hause gekommen, um sich den deutschen Behörden stellen, berichtete er nach seiner Landung.

Ob der reuige Sünder ohne Umwege ins Gefängnis geht, entscheidet der zuständige Haftrichter.

Rubriklistenbild: © dpa

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