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Klare Linien außen, viel Platz und ein hoher Wohlfühlfaktor innen: Das neue Gebäude der Mittelschule Zolling ist fertig.

Der Schulbetrieb im Zollinger Neubau ist angelaufen

Hell und geräumig – bunt wird’s erst noch

Es war ein Kraftakt für den Schulverband. Jetzt ist der Erweiterungsbau der Grund- und Mittelschule Zolling so gut wie abgeschlossen. Seit dem Schulstart geht es lebendig zu in den neuen Räumen und den Verantwortlichen steht die Freude darüber ins Gesicht geschrieben. Das FT hat eine Führung durchs nagelneue Haus bekommen.

Das Sekretariat mit Sabine Götze und Stefanie Montalto (v. l.) ist an einer zentralen Stelle im Erdgeschoß. Endlich hat jede einen eigenen Schreibtisch.

Zolling Ohne nennenswerte Probleme seien Abriss und Neubau über die Bühne gegangen, zieht Max Riegler, Zollings Bürgermeister und Vorsitzender des Schulverbands, sein Resümee. Das sei beachtlich, wenn man bedenkt, dass das gesamte Areal in der Größenordnung eines Baugebiets mit über 50 Einfamilienhäusern liegt. Im Frühjahr 2015 fiel der Startschuss, und auch wenn es gegen Ende der Sommerferien etwas eng wurde, man hat den angestrebten Abschluss zum jetzigen Schulstart gemeistert. Das hat vor allem funktioniert, weil alle an einem Strang gezogen haben, betont Riegler und schließt dabei explizit auch die Baufirmen mit ein.

Die alten Gebäudeteile blieben vom frischen Anstrich übrigens nicht ausgeschlossen. Ganz nebenbei hat man im Zuge der Großbaustelle auch hier einige Modernisierungen vorgenommen: Bodenbeläge wurden ausgetauscht, die Wände geweißelt und die Heizungsanlage hat man auch auf den neuesten Stand gebracht. „Wir wollten keine Zweiklassengesellschaft schaffen mit Alt- und Neubau“, sagt Riegler mit einem Augenzwinkern und fügt dann an, dass es wichtig sei, auch den Bestand zu optimieren. Schließlich sollen Schüler, Lehrer und Angestellte in einer attraktiven und angenehmen Atmosphäre ihren Schulalltag erleben. „Der Deko- und Wohlfühlfaktor wird noch wachsen,“, sagt Schulleiter Richard Bauer bei einem Rundgang und zeigt auf die derzeit noch kahlen Wände. Die Schüler selbst werden das übernehmen in den vielen praktisch und kreativ orientierten Fächern.

Und auch das Kollegium war einbezogen, was Ausstattung und Gestaltung angeht. Die Hauswirtschaft-Lehrerinnen beispielsweise haben sich das Küchendesign selbst aussuchen dürfen. „Ich war mit ihnen beim Einkaufen“, lacht Riegler. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Chic und modern ist die Lehrküche geworden.

Die Chefin am Herd, Gudrun Kugler, in der neuen Schulküche. Chic und modern ausgestattet macht das Kochen hier richtig Spaß.

Der Start ist schon einmal gelungen. Schulleiter Richard Bauer jedenfalls schwärmt in den höchsten Tönen: „Wir können wirklich stolz sein, auf das, was wir jetzt haben.“ Alles sei sehr gut vorbereitet gewesen für den Schulstart, Kleinigkeiten wie der Schulgong, der am Anfang noch nicht funktioniert hat, wurden schnell behoben. Auch sein Lehrerkollegium und die Schüler seien begeistert. „Jetzt haben wir endlich Platz, vorher war schon alles sehr beengt“, sagt er. Davon können die beiden Sekretärinnen Sabine Götz und Stefanie Montalto ein Lied singen. „Vorher hatten wir nur einen Arbeitsplatz zu zweit und waren im letzten Eck der Schule“, erinnert sich Sabine Götze. Und jetzt: Zwei Schreibtische in einem hellen, geräumigen Sekretariat, das ganz zentral im Erdgeschoss des neuen Mittelbaus liegt. Die beiden „guten Seelen“ der Schule fühlen sich jedenfalls sichtlich wohl in der neuen Umgebung.

Auch das Lehrerzimmer bietet nun auseichen Platz für das gut 50 Personen starke Team, inklusive PC und Bibliothek. In Sachen PC hat man übrigens auch noch einmal aufgerüstet. Und das, obwohl man ohnehin schon vor gut zehn Jahren eine der ersten Schulen in der Umgebung war, die in jedem Klassenzimmer einen Computer stehen hatte. Jetzt gibt es zusätzlich zwei große Informatikräume, mit je 20 Arbeitsplätzen – Erweiterung möglich.

Der Raum der offenen Ganztagsschule: Schulleiter Richard Bauer, Konrektorin Regina Eizenbeck und Bürgermeister Max Riegler beim Probesitzen.

Über eine ganz andere Aufrüstung freut sich Gudrun Kugler. Sie ist die Schulköchin und kocht seit diesem Schuljahr nun in einer geräumigen Profiküche. Das war auch nötig, wenn man bedenkt, dass mittlerweile in der Mensa gut 60 Essen täglich über die Theke gehen. Vor elf Jahren hat sie auf vier Elektroherdplatten angefangen. Aber jetzt stehen die Zeichen ganz auf Ganztagsbetreuung. Das ist die Zukunft, da sind sich auch Riegler und Bauer sicher. Deshalb gibt es nun genug Platz für drei Gruppen in der Mittagsbetreuung und drei Gruppen in der offenen Ganztagsschule. Ein betreutes Schülercafé bietet weitere Aufenthaltsmöglichkeiten.

Was jetzt noch ansteht, ist der Außenbereich der Schule. Ein großzügiger Pausenhof mit Wohlfühlfaktor, ein Basketballplatz, Tischtennisplatten und ein Verkehrsübungsplatz entstehen dort gerade. Spätestens im kommenden Frühjahr sollen auch diese Arbeiten abgeschlossen sein. Und dann wird es auch eine offizielle Einweihungsfeier geben, bei der die Schule einmal mehr zeigen kann, dass sie etwas wirklich Besonderes ist.

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