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Das neue Pflaster für die Gestaltung der Innenstadt vermaßen gestern Dejan Veljkovic (l.) und Ralf Möller. Die großen Steine werden als Hingucker entlang der Häuserfassaden verlegt. Im Setzkasten links hinten ist das Hauptpflaster für den niveaugleichen Ausbau der Altstadt zu sehen. Noch nicht geliefert wurden die Steine für den Marienplatz, der mit einem anderen Format besonders akzentuiert werden soll.

Freising bekommt 30 000 Quadratmeter Bayerwald-Stein

Heller Granit soll die Innenstadt veredeln

Freising - Sie werden von Hand verlegt. Und das wird ganz schön viel Arbeit. Schließlich sind es über 30 000 Quadratmeter, die im Rahmen der Umgestaltung der Innenstadt ein neues Pflaster bekommen werden. Und zwar Berbinger Granit. Der helle Stein wird das Gesicht der Stadt prägen.

In zwei Schritten findet die Auswahl der künftigen Pflaster für die Innenstadt statt: OB, Planungsreferent, Stadtbaumeisterin, die zuständigen Referate, dazu ein Sachverständiger für Pflasterbau, der Behindertenbeauftragte der Stadt, ein Gutachter für barrierefreies Bauen, die Aktive City Freising, der Gestaltungs- und der Innenstadtbeirat sowie Architekten und Stadtheimatpfleger hatten eine Vorauswahl von zehn verschiedenen Pflastersteinen getroffen. 

Es ging um physikalische Eigenschaften, Benutzbarkeit, Gestaltung und Nachhaltigkeit, Format und auch um den Preis. Der Empfehlung, den Berbinger Granit zu nehmen, folgten jetzt die Stadträte im Planungsausschuss. Vorteile: Es sei ein lebendiges Material, das in verschiedenen Formaten geliefert werden könne, das durch unterschiedliche Bearbeitungsmethoden auch unterschiedlich aussehe. Und das sei wichtig, um verschiedene Bereiche der Altstadt und der Begegnungszone farblich voneinander absetzen zu können, trotzdem aber ein einheitliches Erscheinungsbild zu bekommen. Und auch vom Preis her bewege man sich „nicht im Premiumsegment“, wie OB Tobias Eschenbacher auf Nachfrage von Sebastian Habermeyer (Grüne) betonte.

 Man liege bei den reinen Materialkosten – 150 Euro pro Quadratmeter – im Rahmen dessen, was veranschlagt worden war, betonte auch Heiko Huppenberger vom Stadtplanungsamt. Mehrkosten könnten sich aber dadurch ergeben, dass man bei den Untersuchungen „neue Erkenntnisse aus dem Untergrund“ habe. Und noch einen Vorteil habe Berbginger Granit: Der Stein aus dem Bayerwald sei zwar etwas teurer als Material aus dem Ausland, dafür aber auf lange Zeit lieferbar. Planungsreferent Franz Bernack (FSM) freute sich, dass man endlich „etwas Greifbares“ habe. 

Während Guido Hoyer (Linke) und Robert Weller (FW) abermals und zum Ärger des OB das Verkehrskonzept für die Umgestaltung der Innenstadt kritisch in Frage stellten, war Charlotte Reitsam (Grüne) begeistert: Das helle Material werde „den Raum weiten“, dadurch würden die Fassaden veredelt. Die Entscheidung für Berbinger Granit fiel einstimmig. Jetzt folgt der zweite Schritt: Im Februar 2016 sollen großflächig Probepflasterflächen in der Hauptstraße östlich des Marienplatzes ausgelegt werden. Gute Nachrichten bezüglich der Innenstadt-Neugestaltung kamen von Stadtdirektor Gerhard Koch: Die Rüttelversuche in der Oberen Hauptstraße als vorbereitende Untersuchungen für die Moosachöffnung (wir haben berichtet) hätten ergeben, dass alle gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte zur Erschütterung „gut oder sogar sehr gut“ eingehalten wurden. Fazit: Wenn bei der Moosachöffnung der Spundverbau beginnt, seien keine Gebäudeschäden zu erwarten.

Andreas Beschorner

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