Heute beginnen die Abiturprüfungen

Abi-Blitzkorrektur: „Das wird sportlich“

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Wenn heute die Abi-Prüfungen starten, dann schwitzen nicht nur 473 Abiturienten im Landkreis. Denn heuer gibt’s die Noten vor statt nach den Pfingstferien. Das haben Bayerns Schüler in einer Petition erkämpft. Die Lehrer haben nur drei Wochen Korrektur-Zeit.

Landkreis – „Wir haben ganz einfach die Aufgabe auf das gesamte Lehrerkollegium verteilt“, kommentiert Oberstudiendirektor Manfred Röder vom Dom-Gymnasiums seinen Plan, die knappe Korrekturphase für die einzelnen Lehrer so stressfrei wie möglich zu gestalten. Trotzdem weiß er: „Das wird für uns alle ganz schön sportlich.“ Vor allem beim Einsatz der Zweitkorrektoren achte man darauf, dass Kursleiter nicht unter Doppelbelastung kommen, die ohnehin ihren Erstprüfer-Job machen müssen.

61 Abiturienten sitzen ab heute am Dom über Mathematik. Am 9. Mai wird dann mit der Deutsch-Prüfung das Pflichtfächer-Duett beendet. Im wählbaren dritten Abiturfach „hat Englisch die Nase vorn“, sagt Manfred Röder. 24 von 61 Abiturienten haben sich dafür entschieden. Und auch vor Naturwissenschaften scheut man sich am Lehrberg nicht: Zehn Schüler haben sich für Biologie und Physik im dritten Abiturfach entschieden. Im Kolloquium wird’s am Dom musisch: „15 Schülern lassen sich in Kunst Fragen stellen.“

Franz Vogl hat auch ein internes Arrangement gefunden.

99 Abiturienten gehen ab heute am Josef-Hofmiller-Gymnasium an den Start: Und die sind „super“, sagte Oberstufenbetreuerin Bettina Lohs gestern. Die „sehr knappe Korrekturzeit“ werde am JoHo in einer Mannschaftsleistung geschultert: „Da packen alle Kollegen mit an“, meint Lohs. Große Diskussionen habe es nach dem Ergebnis der Petition nicht gegeben.

Über den Stundenplan wird am Camerloher-Gymnasium Korrekturdruck abgelassen, erklärt Chefin Andrea Bliese: „Wir werden unter anderem mit Stundenübernahmen den Kursleitern einen zusätzlichen Tag zur Korrektur freischaufeln.“ Im Trend liegt als drittes Abi-Fach am Camerloher die Musik: 30 von 117 Abiturienten lassen sich darin prüfen.

Eine „kleine Horrorvorstellung“ nennt Irene Schönauer die verkürzte Korrekturphase. Die Oberstufenkoordinatorin am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium in Moosburg ist dennoch zuversichtlich, dass das Abitur auch heuer wieder gut über die Bühne geht. „Trozdem ist es ein ganz schöner Berg. Wir bauen aber auf das Entgegenkommen unserer Schulleitung.“ 98 Abiturienten – paritätisch auf Frauen und Männer verteilt – stellen sich den Prüfungen. Und die waren Schönauer zufolge gestern allesamt noch recht fröhlich im Schulhaus unterwegs. Kein Wunder, bewertet die Lehrerin den Jahrgang doch als „ausgeglichen mit einer kleinen, guten Spitze“. Ein „Reinfall“ sei also nicht zu erwarten.

Auch am Oskar-Maria-Graf-Gymnasium in Neufahrn sorgte die Petition nicht gerade für Begeisterungsstürme, wie Schulleiter Franz Vogl wissen lässt. „Da müssen die Lehrkräfte jetzt leider durch.“ Wie auch andernorts habe man ein internes Arrangement gefunden, um das Kollegium zumindest nicht noch zusätzlich zu belasten. Nächstes Jahr, davon ist der Schulleiter überzeugt, wird sich die Situation ohnehin entspannen. Einerseits treten 2018 – heuer sind es 94 – voraussichtlich 20 Abiturienten weniger an. „Außerdem ist Pfingsten wieder früher.“

Manfred Röder hat die Aufgaben aufs ganze Dom-Kollegium verteilt.

Auch für die 502 Schüler der Freisinger Fach- und Berufsoberschule (FOS/BOS) geht es bald munter los. Sie gehen ab 29. Mai ins schriftliche Rennen um das Fach (381)- oder das allgemeine Abitur (121). „Ab dem neunten Mai starten allerdings schon die Gruppenprüfungen in Englisch“, informiert Jörg Matthes, Vertreter der Schulleitung. „Der Countdown läuft bereits.“

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