Burschenjubiläum in Zolling 

Hinter der Party steckt massig Arbeit

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Vier Tage feiern? Von wegen. Für die jungen Männer des Burschenvereins Zolling und ihre fleißigen Helfer bedeutete das Fest zum 90-jährigen Jubiläum vor allem eines: viel Arbeit.

Zolling – Es ist recht warm im Zelt an diesem Freitagnachmittag. An der einen Ecke wird gebohrt, an der anderen Schilder für die Bar an der Decke befestigt. Die 180 Biertischgarnituren vom Eröffnungsabend sind bereits weggeräumt. Arbeitsbeginn war ja auch schon um 8 Uhr morgens. Aber die wichtigsten Vorbereitungen habe man laut Schriftführer Simon Goletz noch am Abend zuvor getroffen, gleich nach dem gelungenen Festauftakt. „Der größte Umbau kommt aber noch“, sagt Vorsitzender Florian Höfinger und in Hinblick auf den Festsonntag, bei dem gestern 120 Vereine zu Gast waren (Bericht unten). 400 Garnituren hieß es dafür aufzubauen.

Damit alles läuft, ist stramme Organisation von Nöten. Es gibt einen genauen Arbeitsplan, der an einer Stelltafel im Zelt aufgehängt ist. Immer wieder wirft Vereinschef Florian Höfinger einen Blick darauf. 60 bis 70 Helfer müssen sinnvoll koordiniert werden. Und Höfinger hält seine Burschen auf Trab. Zu lange ohne Arbeit herumstehen und ratschen ist nicht drin an dem Nachmittag vor der großen Zeltparty.

Vier Bars werden aufgebaut im Zelt, die Rüscherlbar ist dabei die größte. Aus Palletten haben die Burschen dafür einen Tresen gebaut, der sich die ganze Zeltseite entlang zieht. Dahinter werden hunderte Liter Schnaps eingeräumt. Die Licht- und Tontechniker haben derweil schon ihr Gerüst für die Ausleuchtung der Tanzflächen errichtet, überdimensionale Diskokugel inklusive. Die wirft dann am Abend glitzernde Lichtpunkte durch das ganze Zelt.

Etwas kleiner und gemütlicher ist dagegen das Barzelt eingerichtet. Das hat irgendwie Hütten-Atmosphäre. Da passt es ganz gut, dass abends dort die Live-Band spielt. „United Crash“ aus dem Landkreis Erding haben alle wichtigen Rock-Klassiker im Gepäck und bringen damit das Publikum zum Tanzen und Singen. Im großen Zelt ist DJ Enargy für Partystimmung zuständig. Der Mann weiß, was er tut, ist er doch seit vielen Jahren irgendwie Stamm-DJ auf solchen Festen. Abgerundet hat das Partyprogramm dann noch der „Malle-Sänger“ Stefan Stürmer.

Nach den Veranstaltungen der Burschen ist klar: Für jeden war da was dabei, weshalb sich auch wieder gefühlt das gesamte Dorf auf den Weg zum Festplatz gemacht hatte. Zeltparty – nur was für die Jungen? Von wegen. Jung und alt tanzte Seite an Seite und genoss das gesellschaftliche Ereignis. Und auch die umliegenden Vereine hatten sich nicht lange bitten lassen. Die Landjugend Kirchdorf zum Beispiel kam mit etwa 30 Leuten zum Fest, angereist war man stilecht in Bulldog und Anhänger.

Und auch wenn die Verantwortlichen sich sicher das ein oder andere Bier gegönnt hatten, am nächsten Morgen hieß es wieder: Aufstehen, Umbauen und gut gelaunt in den nächsten Festabend gehen. Schließlich sollte alles glatt gehen beim großen Gründungsfest – und das ist nun einmal mit viel Arbeit verbunden.

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