Der Applaus war ihnen sicher: Die Mitglieder des Hochschulchores nahmen die Zuhörer mit auf einen musikalischen Streifzug von der Romantik bis zum Pop. Foto: gleixner

Hochschulkonzert: Bunter geht’s kaum

Freising - Orchester, Chor, Big Band - und alles an einem Abend. Das ist das Kennzeichen der Hochschulkonzerte der Weihenstephaner Musikwerkstatt. Und dieses Mal gab es am Mittwoch sogar noch afrikanische Musik im Hörsaal 14. Wie hatte Moderator Stefan Hör treffend gesagt? „Ein sehr bunter Abend.“

Wohlgemerkt: musikalisch bunt. Denn das Orchester, das den Auftakt machte, war ganz in Schwarz gekleidet. Wie schon beim „Klingenden Museum“ am Sonntag (wir berichteten) gab es Modest Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“ zu hören. Breitbeinig, energisch, engagiert - so leitete Dirigent Felix Mayer sein Orchester durch die Komposition, wobei die Stärken des Ensembles eindeutig die schwungvollen, dramatischen und packenden Passagen waren. Dass plötzlich das Licht teilweise ausging und Mayer erst die Beleuchtung wieder hochfahren musste, davon ließ sich das Orchester nicht aus der Ruhe bringen. Immerhin: Die Dunkelheit im Hörsaal setzte passenderweise ein, als man gerade „Katakomben“ intonieren wollte.

Auch kleidungstechnisch bunt kam dann der Chor daher. Und wieder war Mayer in Aktion. Erst als reiner Männerchor, der Friedrich Silchers „Der alte Barbarossa“ gekonnt brummte. Danach gab man als großer gemischter Chor einen musikalischen Streifzug durch die Romantik eines Max Reger (beispielsweise mit „Untreue“, besser bekannt als „In einem kühlen Grunde“), durch Pop-Schmalz mit Billy Joels „And so it goes“ und durch Liebeslieder mit Charles Trenets „Beyond the sea“. Der Applaus war den Sängern sicher.

Nach der Pause stand die Big Band im Hörsaal, die mit 14 Musikern zwar eher eine Little Band war, vom Sound her aber durchaus mit einer großen Band mithalten konnte. Ob smoothiger Jazz wie Erroll Garners „Misty“ oder schmackige Songs wie Victor Lopez‘ „Burritos to go“ (Burritos? „So was wie ein Leberkässemmerl ohne Leberkäs halt“, so Leiter Karl Muskini) - die Musiki von Muskini waren stets auf der Höhe und schön locker drauf.

Mal was ganz anderes gab es zum Abschluss: Ein Teil des Chores sorgte mit drei afrikanischen Liedern für Jubel im Hörsaal. „Tuli tuli“, ein namibisches Lied über harte Arbeit, oder auch das bekannte und schöne Kisuaheli-Liebeslied „Malaika“ verzauberten das Auditorium. (zz)

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