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Aufwändiges Verfahren

Hochwasserschutz Fahrenzhausen: Erfolgsaussichten ungewiss

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Der Hochwasserschutz für Fahrenzhausen ist ein aufwändiges Verfahren. Am Montag hat der Gemeinderat versucht, einen Schritt weiterzukommen. Doch die Erfolgsaussichten sind ungewiss.

Fahrenzhausen – Seit Jahrzehnten ist der Hochwasserschutz in Fahrenzhausen ein Thema. Im Frühjahr startete man nun einen neuen Versuch: Zwischen Gemeinde und Wasserwirtschaftsamt wurde ein Vertrag geschlossen, der die Kostenteilung für die Planungen vorsieht. Von 500 000 Euro war damals die Rede. Jetzt stand das Thema wieder auf der Tagesordnung des Gemeinderats: Weil die Berechnung des Grundwassermodells deutlich aufwändiger sei als geglaubt, und weil sich auch die Bodenuntersuchungen verteuern, steigen die Planungskosten um rund 100 000 Euro, berichtete Bürgermeister Heinrich Stadlbauer. Die Hälfte davon werde also die Gemeinde treffen. Die Gemeinderäte segneten dies einstimmig ab.

Doch nicht nur die Planungskosten waren Gegenstand der Diskussion, die Trassenführung des Damms war und ist ein noch schwierigeres Thema. Grund: Die von der Regierung von Oberbayern in einem nördlichen Teilbereich vorgesehene Lage des künftigen Damms würde die Grundstücke mehrerer privater Eigentümer durchschneiden. Dagegen wehren sich die Besitzer der Flurstücke, weshalb die Gemeinde seit langem versucht, die Trassenführung zu ändern und die Dämme weiter nach außen zu verlegen. Am Montag nun wurde ebenfalls einstimmig beschlossen, dass das Wasserwirtschaftsamt versuchen soll, die von der Gemeinde bevorzugte Trasse bei der Genehmigungsbehörde, also bei der Regierung von Oberbayern, durchzusetzen. Die Gemeinde wäre sogar bereit, so der Beschluss, die Mehrkosten für den etwas verlängerten Damm zu tragen.

Wie Geschäftsstellenleiterin Monika Steurer auf FT-Nachfrage erläuterte, könne man diesen Mehrkosten auch Einsparungen für entfallende Überführungen und Wegeverbindungen entgegenstellen, für die man bei einer Durchschneidung der Grundstücke sorgen müsse. Außerdem spare man sich dann ein langwieriges Enteignungsverfahren, das den Maßnahmenbeginn verzögern und somit wieder zu Kostensteigerungen führen würde.

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