Neues Kreuz 

Der höchste Punkt von Haslach

Das ist wirklich Spitze: Mit dem Aufbringen des neuen Kreuzes auf die Turmspitze hat die Sanierung der Filialkirche Johannes der Täufer in Haslach einen weiteren Schritt getan. Und zwar ganz nach oben.

HaslachGut Ding braucht Weile. Das trifft auch auf die Haslacher Kirche zu. Auf vier Bauphasen ist die Sanierung der Filialkirche angesetzt, die Kosten sind im siebenstelligen Bereich angesetzt. Im Jahr 1875 wurde der neugotischer Rohziegelbau am Ortsrand an gleicher Stelle wie das vorherige Gotteshaus errichtet. Widmete man sich im ersten Bauabschnitt Graben und Sockel, so dreht sich in Phase zwei alles um den Turm.

Ein Höhepunkt war nun am Samstag das Aufsetzen des neu gemachten Kreuzes auf die Kirchturmspitze. Bei eisigem Wind und Minusgraden schilderte Architekt Max Bortenschlager den Anwesenden den Baufortschritt, der auch auf der eigens eingerichteten Homepage www.kirche.haslach-hallertau.de nachzulesen ist. Im März dieses Jahres hatte die Diözese Bauabschnitt 2 genehmigt, der die Ausbesserung der Fassade, Überarbeitung und Verankerung des Turmhelms, Ausbessern der Traufen und Dachanbindungen sowie Renovierung der Turmfenster und neue Schallläden beinhaltete. Aufgrund des Zustands des Metallkörpers nahm man von der eigentlich vorgesehenen Restauration des Turmkreuzes Abstand und entschied sich für ein komplett neues Kirchturmkreuz.

Am Samstag vergangenen Samstag war nun Vereinigung von Kreuz und Spitze – natürlich nicht ohne vorherigem Segen. Pfarrer Berthold Heller „Unser Glaubenszeichen schlechthin“, nannte Pfarrer Berthold Heller das Kreuz, „das uns über dem Dorf immer die Anwesenheit Christus symbolisieren soll“. Zudem sei es ein Symbol des Lebens, dessen Anblick Orientierung, Lebensfreude und Mut böte, so der Geistliche, der bei den Fürbitten auch alle Nichtgläubigen einschloss: „Für alle, die an diesem Kreuz achtlos vorbeigehen.“

Mit ausreichend Worten, Wasser und Weihrausch versehen, folgte Teil zwei des Festakts: Himmelfahrt mittels Aufzug. Jedoch nur bis zur Turm-Traufe, die restlichen Meter bis ganz oben wurde das Kreuz mit Handarbeit nach oben gehievt. Vom benachbarten Feld aus verfolgten die Besucher das Schauspiel, das sich in 35 Meter Höhe auf der 16. Gerüstplattform abspielte. Dabei stockte manchem der Atem, vor allem, als Martin Richtsfeld auf einer Staffelei stehend das Kreuz sorgsam in die Senkrechte brachte. Um 15.06 Uhr hatte Haslach seinen höchsten Punkt zurück. Auch Kirchenpflegerin Brigitte Link war die Freude anzusehen, dass die Kirchensanierung wieder um einen sichtbaren Schritt vorwärts ging. Auf rund 5000 Euro beliefen sich die Kosten des Kreuz-Auftrags, den die Spenglerei Popp aus Mainburg mit Inhaber Martin Richtsfeld ausführte. Der Corpus des rund 45 Kilo schweren Kreuzes ist aus Kupfer, auf dessen Oberfläche 462 Stück Blattgold aufgetragen wurden.

Martin Hellerbrand

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