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Corona-Fall in Hörgertshausen: Schule und Kita bis auf Weiteres geschlossen

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Von: Manuel Eser

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Alles bleibt geschlossen: Wegen eines Covid-19-Falls hat das Gesundheitsamt das Kinderhaus und die Grundschule in Hörgertshausen dicht gemacht. Beide Einrichtungen befinden sich im selben Gebäudekomplex. © Hellerbrand

Wegen eines Corona-Falls hat das Gesundheitsamt Grundschule und Kinderhaus in Hörgertshausen dicht gemacht. Nun steht eine Großaktion bevor.

Hörgertshausen – Für die Hörgertshausener Grundschulkinder ist das Schuljahr gelaufen. Wegen eines Corona-Falls bleiben Grundschule und Kinderhaus „Wuselwiese“ bis auf Weiteres geschlossen. Eine Angestellte der Kita war positiv auf Covid-19 getestet worden.

Die Entscheidung fiel kurzfristig

Weil sich Krippe, Kindergarten, Hort und Schule im selben Gebäudekomplex befinden, hat das Gesundheitsamt alle Einrichtungen schließen lassen. Die Entscheidung fiel nach Angaben von Bürgermeister Michael Hobmaier erst nach längerem Hin und Her am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr. Rund 180 Kinder müssen jetzt zu Hause bleiben – 120 Kita-Kinder und 60 Schüler.

Das Gemeinde-Oberhaupt selbst überbrachte die Hiobsbotschaft. Noch am Sonntagabend informierte er den Elternbeirat, der die schlechten Nachrichten via WhatsApp an viele Eltern weitergab. Diejenigen, die von den Entwicklungen dennoch nichts mitbekommen hatten, und ihre Kinder am Morgen darauf bringen wollten, wunderten sich nicht schlecht, als plötzlich der Bürgermeister höchstpersönlich vor ihnen stand. „Ich habe ihnen persönlich gesagt, dass sie mit ihren Kindern leider wieder heimfahren müssen,“, berichtet Hobmaier. „Man kann sich vorstellen, dass es dabei recht emotional zuging.“

Covid-19-Infizierte hat keine Symptome

Vorausgegangen war eine Reihenuntersuchung, die die Gemeinde am Donnerstag im Kinderhaus durchführen ließ. „Das ist das, was uns empfohlen wurde, also haben wir es gemacht“, sagt der Bürgermeister. 18 Angestellte, darunter auch die Reinigungskräfte, erhielten einen Rachenabstrich, einer davon brachte ein positives Ergebnis. Die betroffene Person hatte keine Symptome.

Massentest am Mittwoch geplant

Am Freitagabend erfuhr der Bürgermeister von dem Befund. „Seitdem war ich im ständigen Austausch mit dem Gesundheitsamt.“ Dort wurde offenbar hin- und herüberlegt, ob es vertretbar ist, nur die Kita zu schließen und den Schulbetrieb weiterlaufen zu lassen. „Das Problem ist jedoch, dass es über unseren Hort-Raum Verknüpfungspunkte zwischen Kita-Betreuerinnen, Hort-Betreuerinnen und Hort-Schülern gegeben hat“, berichtet Hobmaier. Und so kam es letztlich zur Schließung des kompletten Gebäudes. Zugleich wurde auch die Großtagespflege „Dorfzwergerl“ in Margarethenried geschlossen. 

Wie Robert Stangl, Sprecher des Landratsamts, dem FT auf Nachfrage mitteilte, soll jetzt die komplette Kita- und Schulfamilie durchgetestet werden. Sämtliche Kinder und Lehrer sollen nun ebenfalls einen Rachenabstrich erhalten. Auch die Betreuer dürften wohl nochmals getestet werden. Geplant ist die Großmaßnahme bereits am Mittwoch.

Zeugnistag muss ausfallen – was nun?

Ob der Kindergarten vor den Sommerferien nochmals öffnet oder eine Notbetreuung anbieten kann, steht derzeit noch in den Sternen. Auch wie die Schüler nun an ihr Zeugnis kommen sollen, ist noch nicht geklärt. Die Abschlussnoten per Post zu verschicken, ist jedenfalls nicht möglich. Das Kultusministerium weist darauf hin, dass das Zeugnis persönlich abgeholt werden muss, weil es sich um eine Urkunde handelt. Behörden-Sprecher Stangl beweist Galgenhumor: „Das passt wunderbar zu diesem verrückten Jahr.“

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