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Aufmerksame Zuhörer hatte der neue Staatsminister Florian Herrmann bei der Jahreshauptversammlung der CSU Hörgertshausen.

Jahreshauptversammlung der CSU Hörgertshausen 

Kein Welpenschutz für den neuen Minister

Staatskanzleichef Florian Herrmann war natürlich die Hauptperson bei der Jahreshauptversammlung der Hörgertshausener CSU. Und er berichtete bereits von ersten Entscheidungen.

Hörgertshausen – Bei der Terminplanung der Jahreshauptversammlung hatte CSU-Vorsitzender Gregor Wild einen guten Riecher: „Ich begrüße recht herzlich unseren Minister“, freute sich der Zweite Bürgermeister über den Besuch von Kreisvorsitzendem und jetzt Staatsminister für Bundesangelegenheiten Florian Herrmann beim Sollerwirt.

Im Mittelpunkt stand dann auch die Rede des neuen Staatskanzleichefs. „Es ist noch ungewohnt, wenn man mich mit Herr Minister anspricht“, so Herrmann gleich zu Beginn, um kurz danach festzustellen, dass es ihn freue, „nun an entscheidender Stelle mitarbeiten zu dürfen“. Und zwar in einem „starken Kabinett“, dessen Zusammenstellung sicher über ein halbes Jahr hinaus bis zur Landtagswahl am 14. Oktober getroffen wurde. Dennoch gelte es, den Wahltermin im Auge zu behalten, weshalb es nicht allzu viel Eingewöhnungszeit und Schonfrist gäbe, so Herrmann: „Auch keinen Welpenschutz.“ Die neue Staatsregierung unter Ministerpräsident Markus Söder habe auch bereits erste Beschlüsse gefasst, die vor allem die innere Sicherheit betroffen hätten. Herrmann: „Mein Leib- und Magenthema.“ Doch als Chef der Staatskanzlei sei er nun „zum Generalisten verurteilt“, kündigte Herrmann an, sich Schritt für Schritt in die verschiedenen Themen einzuarbeiten. Denn in der Staatskanzlei sei jedes Ministerium zur besseren Abstimmung in einem eigenen Referat „gespiegelt“, erläuterte Herrmann den Aufbau seines Amts. „Die Nähe zum Ministerpräsidenten macht die Sache sehr spannend“, freute sich der neue Staatskanzleichef.

Doch auch die Arbeit im CSU-Kreisverband sei ihm nach wie vor wichtig, weshalb er versuche, auch alle Termine in den Ortsverbänden wahrzunehmen. Denn dadurch habe er weiterhin das Ohr bei den Bürgern.

Herrmann bekam im Anschluss dann einiges zu hören – unter anderem Nachfragen zu Photovoltaik auf Konversionsflächen oder die Ausnutzung der Effizienz von Wasserspeichern. Zudem kam auch die Landwirtschaft nicht zu kurz. Denn es bräuchte Politiker, die sich „zu unpopulären Themen hinstellen und Rückgrat beweisen“, so die vielfach geäußerte Meinung. Denn die Landwirtschaft werde oft unbegründet mit negativen Schlagzeilen überhäuft. Generelle Frage deshalb: Ist die junge Agrarministerin Michaela Kaniber diesem Druck gewachsen? Da war sich Herrmann sicher, ebenso der Tatsache, dass der ländliche Raum auch durch die neue Staatsregierung bestens vertreten sei. Für seine 40-jährige Kabinettskollegin bat Herrmann weiter, man möge ihr die Chance geben, ihre Qualitäten unter Beweis zu stellen. So wie ihm.

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